Dafür schlägt Ihr Herz!

02.11.2022 

Sherlock Holmes ermittelt erneut im GrundTreff

Hörtheatrale Marburg kommt zum Gastspiel in die Wittelsberger Begegnungsstätte


Nach dem Erfolg vom Vorjahr mit ausverkauftem Haus beim Gastspiel der Hörtheatrale kommt das Marburger Ensemble in diesem Herbst erneut nach Wittelsberg. Am Freitag, 25. November, ab 20 Uhr stellt sich Meisterdetektiv Sherlock Holmes im GrundTreff seinem Erzfeind. „Der Fall Moriarty“ verspricht Spannung und Gänsehaut, denn Holmes versucht in diesem Stück, das kriminelle Genie der Londoner Unterwelt zu besiegen. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Schauspieler Daniel Sempf, Leiter der Hörtheatrale, kündigt eine fesselnde Inszenierung an, die nicht nur schauspielerisch, sondern auch durch komplexe Soundinstalltion und Live-Geräusche eine einzigartige Atmosphäre erzeuge. Darsteller sind Stefan Gille als Sherlock Holmes und Daniel Sempf als Dr. Watson.

Professor Moriarty ist in den Holmes-Erzählungen von A. C. Doyle „der Napoleon des Verbrechens“, ein ebenbürtiger Gegner für den Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Moriarty hält alle Fäden in der Hand, aber Holmes ist ihm dicht auf den Fersen. Im GrundTreff erleben die Zuschauer mit, wie Moriarty im letzten Moment entkommt und seinerseits Jagd auf Holmes und seinen Freund Dr. Watson macht, der einen herben Schicksalsschlag erleiden muss.

Die Vorstellung dauert 90 Minuten. Zwischendurch gibt es eine Pause, in der sich die Besucher mit Getränken versorgen können. Am GrundTreff stehen Parkplätze zur Verfügung.
Die Karten gibt es ausschließlich im Vorverkauf im GrundTreff Wittelsberg und in der Gemeindeverwaltung Dreihausen zum Preis von 18 Euro. Reservierungen übers Ticket-Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Fotos: Isabel Streibig


Stefan Gille als Sherlock Holmes (stehend) und Daniel Sempf als Dr. Watson sind im GrundTreff in der Live-Hörspiel-Inszenierung von „Der Fall Moriarty“ zu sehen.



Stefan Gille spielt den Meisterdetektiv Sherlock Holmes.



02.11.2022

GrundTreff geht einen Abend lang auf Whisky-Weltreise
Holger Fuchs weihte in Wittelsberg in die Geheimnisse ungewöhnlicher Single Malts ein


Die Flaschen aus Taiwan und Frankreich sind am Ende leer. 16 Männer im Alter von 30 bis 68 kosteten im GrundTreff in Wittelsberg internationale Single Malts, die der Whisky-Kenner Holger Fuchs aus Cölbe ihnen vorstellte. Die kommunale Begegnungsstätte für die erfahrene Generation hatte zum zweiten Mal zu einem Tasting mit dem Inhaber des Marburger Whisky-Ladens Usquabae eingeladen. Fuchs führte sehr kurzweilig und mit vielen Hintergrundinfos in die Welt der Single Malts ein – und räumte dabei mit dem Vorurteil auf, es müsse sich immer um einen klassischen schottischen Whisky handeln.

Die Teilnehmer probierten fünf verschiedene Single Malts und einen Blended-Whisky. Letzterer war eine große Überraschung. Es handelte sich um einen Verschnitt verschiedener Sorten aus Taiwan. Solche Mischungen seien bei Whisky-Genießern eher verpönt, erklärte Fuchs, dabei sei der Blendmaster ein wahres Genie, der bis zu 8000 verschiedene Aromen erkennen könne. Durchschnittlich könnten Menschen gerade einmal halb so viele Nuancen unterscheiden. Entgegen anderer Annahmen mache der Anteil von Single Malts gerade einmal fünf bis zehn Prozent des Whiskys aus schottischem Verkauf aus, bei den übrigen Whiskys handele es sich um Mischungen.

Noch ein wenig besser kam ein süßer, schwerer Single Malt aus der Bretagne bei den Teilnehmern an. Nach der Lagerung in Sherry-Fässern kam er erst nach 20 Jahren auf den Markt. Im GrundTreff war die Flasche nach zwei Stunden geleert - der „Franzose“ war eindeutig der Favorit des Abends. Proportional zur Bevölkerung gesehen sei Frankreich der weltweit größte Whisky-Konsument. Das Land, das den größten Whisky-Handel betreibe, sei Indien, verriet Holger Fuchs.

Für Wolfram Biermann-Zeitler aus Herborn, der aufgrund freundschaftlicher Kontakte nach Wittelsberg kam, war es das erste Whisky-Tasting. „Bislang habe ich nur Erfahrungen mit schottischen Single Malts gesammelt, da mag ich vor allem die Torfigen gern“, erzählte er. Durch das Tasting habe sich sein Blick auf die Welt der Whiskys geweitet. „Ich löse mich heute von einigen Vorurteilen und merke, es muss nicht immer ein schottischer Single Malt sein.“

Stationen der Whisky-Weltreise waren Australien, Taiwan, Japan, Südafrika, Frankreich und Deutschland. In Deutschland ging es nach Kriftel. In der Taunus-Gemeinde kam eine kleine Brennerei über den Obstler zum Whisky. Holger Fuchs verdeutlichte, dass die Produktion von Whisky für kleine Hersteller oder Hobby-Brenner hierzulande oftmals am strengen Brennrecht scheitere. Jeder Brenner müsse über drei Hektar landwirtschaftlich bewirtschafteter Fläche verfügen. „Es ist nicht so leicht, ohne eigenes Land an eine Pachtfläche zu kommen“, sagte Fuchs und meinte augenzwinkernd, dass man zudem eher mit jüngeren Jahren in die Whisky-Produktion einsteigen müsse. „Jenseits der 50 wird es schon fast unattraktiv, da man erst nach fünf bis sechs Jahren probieren kann, ob es geklappt hat und es dann wieder lange dauert, bis man weiß, ob es beim nächsten Versuch besser geworden ist.“

In die Produktion einzusteigen, das zog beim Tasting im GrundTreff am Ende des Abends niemand in Erwägung. Aber künftig mal einen ungewöhnlicheren Single Malt oder auch einen Blended-Whisky zu kaufen, konnten sich alle gut vorstellen. So war Dieter Reinhardt aus Roßberg froh darüber, etwas Anregung bekommen zu haben. „Vor allem, was die verschiedenen Aromen angeht“, sagte er. Früchte, Honig, helle Trauben, Leder, Nüsse, florale Noten, Akzente von Beeren und auch noch Weihnachtspudding ließen sich auch mit sehr fachkundiger Inspiration und viel Fantasie nicht immer herausschmecken, aber doch, dass Whisky nicht gleich Whisky ist, und Schottland nicht gleich die ganze Welt des Whiskys.

Fotos: Carina Becker-Werner

Wolfram Biermann-Zeitler aus Herborn schnuppert während des Tastings im GrundTreff an einem Stück Holz vom Eichenfass. Single Malts werden in Eichenfässern gelagert und bekommt daher ihren charakteristischen Geschmack.




Whisky-Kenner Holger Fuchs führte in die Welt der Single Malts ein. Er schenkte sechs verschiedene Whiskys ein.







Im Wintergarten des GrundTreffs genossen die Teilnehmer geschmackliche Überraschungen aus aller Welt.




27.10.2022

Frische Styling-Ideen für Herbst und Winter


„Mit Leichtigkeit zum guten Stil“: Coachingnachmittag im GrundTreff Wittelsberg erneut ausgebucht


Ruhig mal ein etwas weiblicheres Outfit wagen, das Blümchenmuster durch einen sportlicheren Streifenlook ersetzen, die passende Jeans finden, einen neuen Haarschnitt ausprobieren: Zwölf Frauen aus dem Landkreis im Alter von 40 bis 66 profitierten am Freitag, 14. Oktober, von den Tipps der Farb- und Stilberaterin Judith Eufinger. Sie war in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im GrundTreff in Wittelsberg zu Gast und bot erneut persönliche und detailliert vorbereitete Beratung für die Teilnehmerinnen. Die kommunale Begegnungsstätte hatte die Limburgerin nach einem Coachingnachmittag im Frühling aufgrund der großen Nachfrage erneut engagiert. Abermals waren die Plätze schnell vergeben.


„Ich bin richtig happy, dass es hier so ein Angebot gibt“, freute sich eine 64-Jährige Teilnehmerin aus der Gemeinde Ebsdorfergrund und war dankbar, dass Judith Eufinger sie von den Rollkragen-Pullovern abbrachte. „Ab jetzt halte ich mich an V-Ausschnitte, das ist viel vorteilhafter für mich.“ Ihre 63-jährige Freundin, die auch zur Beratung kam, nahm sich vor, daheim gleich die Blümchen-Muster auszusortieren. „Tupfen und Streifen, das passt zu meinem sportlichen Look“, freute sie sich über einen von vielen klaren und leicht umsetzbaren Tipps. Auch über Judith Eufingers Vorschlag, einen neuen, jugendlicheren Haarschnitt zu wählen. Frauen jenseits der 60 Jahre mit Kurzhaarfrisur müssten etwas drauf achten, dass ihnen kein „Standardschnitt“ verpasst würde, sondern eine typgerechte Frisur mit klareren oder weichen, spielerischen Konturen. Auch kurze oder überlangen Ponys erzeugten einen neuen Look.


Die Interessen der Frauen waren unterschiedlich: weg vom Berufsoutfit hin zur entspannteren Freizeitkleidung, einen schickeren Look finden, mehr Abwechslung und weiblichere Outfits. Ein Ziel hatten alle gemeinsam: Sicherer werden in der Auswahl der eigenen Kleidung, Brille, Frisur, weniger Fehlkäufe und mehr Zufriedenheit. Mittels Fragebögen sowie Porträt- und Ganzkörperfotos, die die Frauen der Stilberaterin zugemailt hatten, verschaffte sich Judith Eufinger bereits im Vorfeld einen Eindruck und brachte für jede Teilnehmerin einige Stücke zum Ausprobieren mit. Ausgestattet mit Handtaschen, Schuhen, Kleidern, Blusen, Pullovern und Hosen glich der Wintergarten im GrundTreff an diesem Nachmittag einer gut sortierten Boutique.

„Es hat so viel Spaß gemacht mit Judith Eufinger und den anderen Frauen“, sagte eine 66-Jährige aus Marburg, die auch im Ruhestand an ihrem klassischen Stil festhalten will. „Aber künftig mit weniger Hemdblusen und etwas mehr Gemütlichkeit“, fügte sie augenzwinkernd an.


Das Coaching hatte GrundTreff-Leiterin Carina Becker-Werner organisiert. Das Interesse an dem Angebot sei auch bei der zweiten Auflage so groß gewesen, dass es im kommenden Frühjahr eventuell einen neuen Termin mit Judith Eufinger geben werde. Infos dazu im GrundTreff unter Telefon 06424/9447779 (vormittags) oder per Mail an: grundtreff@ebsdorfergrund.de


Styling in der Herbst-Winter-Saison: Judith Eufingers beste Tipps
• Happy Colors: Wenn die Farben in der Natur langsam verblassen und das Licht schwindet, helfen uns Power-Farben, die gute Laune zu behalten und sogar an Ausstrahlung zu gewinnen. Wem kein Magenta oder Electric Blue steht, kann beispielsweise zu einem teintschmeichelnden Grün oder Gelb greifen. Bei Unsicherheiten bezüglich des persönlichen Farbtyps und der Kombination von Gute-Laune-Farben hilft eine professionelle Farbberatung.
• Schaftstiefel: Die Schuhmode ist in der aktuellen Herbst-Winter-Saison nicht gerade abwechslungsreich: Combat-Boots, Sneaker und Chunky-Sohlen soweit das Auge reicht. Wenn es etwa „ladyliker“ sein darf, fungieren Schaft-Stiefel im Stil der 80er als perfekte Styling-Partner für eine modernen und zugleich eleganten Look – etwa zu femininen Midi-Kleidern oder angesagten Karo-Röcken plus Kuschelstrick.
• Bomberjacke: Ein It-Piece der Saison! Mit einer Bomberjacke wird jedes auch noch so schlichte Outfit zum Trend-Look umgestylt. Statt des typischen Armee-Grün empfiehlt sich eine unerwartete Farbe wie Himmelblau oder Rostrot. Die trendy Jäckchen gibt es jetzt auch oversized geschnitten mit Po-Wärm-Faktor.
• Gebraucht shoppen: 80er-Stiefel, Retro-Lederjacken oder stylische Designer-Stücke machen den Look interessant, auch, wenn Du kein extravaganter Stil-Typ bist.
Auch ein etwas zu großes Second-Hand-Herrensakko wird, getragen mit edlem Gürtel über schmal geschnittener Jeans und Turtleneck-Sweater zum stylischen Hingucker.
Als Kleider- und Rock-Trägerin erleichtert man sich die Outfit-Frage im Herbst und Winter mit einem hochwertigen Mantel in perfekter Länge für den persönlichen Figur-Typ. Bei Preloved-Online-Plattformen wie Vinted, Vestitaire-Collective, Momoxfashion oder Rebelle ist die Chance groß, seine Wohlfühl-Hülle in passender Farbe und schmeichelndem Schnitt nachhaltig zu ergattern.


Fotos: Carina Becker-Werner


Farbcheck mit Simone Wenzel aus Hachborn: Judith Eufinger legt ihr Tücher in verschiedenen Tönen um und findet so heraus, das die 55-Jährige ein Frühling-Sommer-Typ ist. Ihr stehen helle bis mittlere Töne und klare Farben am besten.









Ulrike Meuser aus Marburg (von links), Simone Wenzel aus Hachborn und Andrea Schüssler aus Münchhausen lassen sich von Stilcoachin Judith Eufinger aus Limburg an der Kleiderstange für die Zusammenstellung von typgerechten Outfits inspirieren.









Leni Krieb (links) und Waldtraud Kaiser-Korn (rechts) aus Ebsdorf experimentierten mit der Farbauswahl, die Beraterin Judith Eufinger ihnen vorführte.



27.10.2022

Zwei Frauen gestalten märchenhaften Herbstnachmittag im Schlosspark


Faszination rund um Pflanzen und alte Sagen bei GrundTreff-Exkursion in Rauischholzhausen


Unter dem Titel „Rapunzel und anderes Wildkraut“ boten die beiden heimischen Künstlerinnen Samya Bascha-Döringer und Jessica Petraccaro-Goertsches gemeinsam mit dem GrundTreff Wittelsberg eine märchenhafte Herbst-Exkursion an einem Sonntagnachmittag im Rauischholzhäuser Park. Gut 20 Frauen, Männer und Kinder schlossen sich dem ungewöhnlichen Spaziergang an und folgten dem mystischen Klang einer Flöte.

So oder ähnlich muss es beim Rattenfänger von Hameln ausgesehen haben, als die Kinder ihm hinterherliefen. Der Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer mit ihrer indianischen Flöte folgten Menschen aller Altersgruppen. Und keine Sorge, alle kehrten heil, unversehrt und dazu noch voller Inspiration nach Hause zurück. „Was für ein toller Nachmittag, ich bin froh, dass ich spontan hergekommen bin“, freute sich eine Teilnehmerin aus Marburg. Zwei Stunden lang erlebten die Spaziergänger neu interpretierte Märchen, Pflanzenkunde, überraschende Kostenproben, künstlerische Experimente und viel Geselligkeit.

Unterm höchsten Turm des Schlosses interpretierte die Marburger Märchenerzählerin Jessica Petraccaro-Goertsches die Geschichte von Rapunzel neu – unterstützt durch die Zuhörer, die eifrig ihre Ideen zuriefen. Kräuterkundlerin Samya Bascha-Döringer aus Cappel servierte dazu Feldsalat, also Rapunzeln, mit einem Dressing aus selbstgesammelten Wildkräutern.

Auf lecker folgte temporeich: Während des Märchens vom Froschkönig an einem kleinen Teich im unteren Park warfen die Teilnehmenden einander eine goldene Kugel zu – und der Erzählerin ganz verschiedene Begriffe, die schnell ins Märchen eingewoben wurden. So glaubt die Königstocher in der neuen Rauischholzhäuser Version des Froschkönigs fest an ihre Emanzipation und ist am Ende trotzdem dankbar, dass der Märchenprinz ihr bei der Lohnsteuererklärung hilft und dann mit ihr im Porsche davonbraust.

Für Kinder und Erwachsene war es gleichermaßen spannend, an einer imposanten Eiche mithilfe von Papier und Kohle die Maserung des Stammes abzupausen. So entstanden kleine Schwarz-Weiß-Kunstwerke als Erinnerung an diesen Nachmittag, der mit Dornröschen am Schloss, dem Duft wilder Rosen und dem Geschmack von Hagebuttenmark endete.

Nach dem Erfolg dieser ersten Märchen- und Kräuterexkursion sei im Frühling 2023 eine Neuauflage geplant, kündigte GrundTreff-Leiterin Carina Becker-Werner an. Zugleich wies sie auf die nächste Freiluft-Veranstaltung des GrundTreffs hin: Am Freitag, 11. November, geht’s gemeinsam mit Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer noch ein letztes Mal für dieses Jahr zum Wald-Walk in den Wald rund um den Park Rauischholzhausen. Pflanzenkunde, Waldwandeln, Inspiration und leichte Fitnessübungen sind dann angesagt. Die Exkursion dauert zwei Stunden und beginnt um 10 Uhr an der Kastanienallee (oberer Parkplatz am Schlosspark Rauischholzhausen). Kosten pro Teilnehmer: 15 Euro. Anmeldung im GrundTreff unter Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter) oder per Mail an: grundtreff@ebsdorfergund.de


Fotos: Carina Becker-Werner



Die Märchen-Spaziergänger folgten der Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer, die mit ihrer indianischen Flöte voranging.



Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer (links) und Märchenerzählerin Jessica Petraccaro-Goertsches verköstigten die Besucher unterm Schlossturm mit Wildkräuter-Dressing zum Rapunzel-Salat.

Märchenhafter Moment während der Märchenerzählung: Andreas Meinhardt und seiner Tochter Sophie fliegt ein Marienkäfer zu, nachdem Sophie den Begriff „Marienkäfer“ der Märchenerzählerin für die freie Interpretation des „Froschkönigs“ zugerufen hat.


Jessica Petraccaro-Goertsches faszinierte mit modern erzählten Märchen und viel Hintergrundwissen zu den alten Sagen und Legenden.



22.09.2022

Fünf Jahre Stricklieseln
im Grundtreff

Wie die Zeit vergeht… Im Oktober können die Stricklieseln bereits auf fünf Jahre der regelmäßigen gemeinsamen Treffen im GrundTreff zurückblicken. Der harte Kern der emsigen Strickerinnen besteht aus acht Frauen im Alter von 45 bis 80 Jahren, die sich zumeist alle zwei Wochen freitagsnachmittags im Wintergarten einfinden, um unter Anleitung von Elke Wind aus Leidenhofen dem gemeinsamen Hobby zu frönen. 

Im September 2017 machte Elke Wind den ersten Schritt in den Grundtreff in Wittelsberg und fragte, ob sie dort Stricken anbieten könne. Am 27. Oktober 2017 fand das erste Treffen statt - unter dem Motto: Strümpfe stricken ohne Verse. Dies sollte der Beginn einer festen Größe im Programm des Grundtreffs werden. Gehören die Stricklieseln doch seit Jahren zu den aktivsten Gruppen des gemeindlichen Veranstaltungszentrums in der Hirtenwiesenstraße. „Es begann mit zwei Strickerinnen, schnell waren es fünf“, erinnert sich Elke Wind und betont: „Wir freuen uns auf noch mehr Zuwachs.“

Neben dem Stricken stehen bei den Stricklieseln lebhafte Gespräche im Vordergrund. Dass etwas zum Essen mitgebracht und geteilt wird, gehört auch zum Programm. Im Laufe der Jahre fanden mehrere Workshops zum Thema Stricken und Filzen statt. Feste Termine wie Frühlings- und Adventsstricken haben sich etabliert. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass Elke Wind nur Angaben zur Wolle und Nadeln macht und alles Weitere bleibt erstmal geheim. „Ich habe noch nie etwas gestrickt, wo ich nicht wusste, was es wird“, meinte dazu einmal eine Teilnehmerin, ließ sich aber gern auf dieses Handarbeits-Abenteuer ein.

Im Frühjahr haben die Stricklieseln eine Reise in die Rhön gemacht. Bei eisigen Temperaturen mussten sich die Frauen im vollbesetzten Elektro-Bürgerbus auf eine sehr geringe Reichweite einstellen, was zur Herausforderung wurde. Die Anfahrt nahm aufgrund mehrerer Ladepausen den ganzen Tag in Anspruch. „Es war trotzdem eine sehr lustige Fahrt“, sagt Elke Wind. Bei dem zweitägigen Ausflug war eine richtige „Hühnerparade“ aus gestrickten Osterhennen entstanden, mit denen die Stricklieseln ihre Wohnungen festlich schmückten. 

Nächster größerer Termin der Stricklieseln ist die dritte Auflage der Stricknacht am Samstag, 29. Oktober, 18 bis 24 Uhr. Dann wollen die Frauen gemeinsam mit weiteren Mitwirkenden das fünfjährige Bestehen Ihrer Gruppe feiern. Elke Wind verrät, dass bei dieser Gelegenheit ein neues „unbekanntes“ Strickprojekt beginnt. Wie immer bei der Stricknacht richten die Frauen ein Buffett aus mitgebrachten Speisen her. 

Interessierte können sich ab sofort im GrundTreff zur Stricknacht anmelden unter Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter) oder per E-Mail an: grundtreff@ebsdorfergrund.de. Anmeldeschluss ist Montag, 24. Oktober. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 3 Euro (Snacks und Getränke gegen Spende).

Beim Adventsstricken im vergangenen Jahr fertigten die Stricklieseln diese japanischen Handschuhe.







Gestricktes und Gefilztes präsentierten die Stricklieseln nach einem ihrer Workshops im GrundTreff.

29.06.2022

Inspiration für Körper und Geist beim Wald-Walk des GrundTreffs

Die Natur, viele Infos rund um den Holunder, sanfte Fitness-Übungen und die mystischen Klänge einer indianischen Flöte standen beim Wald-Walk mit der Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer aus Cappel im Mittelpunkt. Der GrundTreff in Wittelsberg hatte vor zwei Wochen zu dieser Exkursion mit Start am Schlossparkt in Rauischholzhausen eingeladen. Sieben Frauen und ein Mann aus Ebsdorfergrund und dem Landkreis waren dieser Einladung gefolgt. Sie erlebten mit der ausgebildeten Waldpädagogin, Kräuter-Expertin und Künstlerin Samya zwei Stunden voller Austausch und Inspiration.

Bei den Teilnehmenden handelte es sich um naturliebende Menschen im Alter von 40 bis 80 Jahren, die den Aufenthalt im Freien besonders zu schätzen wissen. Die Waldphilosophin berichtete ihnen unter anderem von den Kräften des Holunders, einer typischen Juni-Pflanze, die in Form eines selbstgemachten Erfrischungsgetränks mit Bitter-Lemon und Cranberry-Saft als weitere Zutaten auch verkostet wurde. „Köstlich!“, lautete das Urteil. Bei Erkältung könne Holunder seine antiseptische und schweißtreibende Wirkung entfalten, wenn die Blüten als Tee zubereitet würden. Diese könnten gut getrocknet und aufbewahrt werden, sagte die Kräuter-Fachfrau.

Beim Blick durchs Mini-Mikroskop bestaunten alle nacheinander den Holunder – vor allem die winzigen, detailreichen Blüten faszinierten.

Auch die Teilnehmerinnen trugen spezielles Wissen bei. So berichtete Annegret Naumann aus Kirchhain, dass die Menschen früher ihren Hausschatz im Falle von Krieg und Vertreibung unterm Holunderbusch vergraben hätten, damit sie ihn später dort hätten wiederfinden können.

Zu den vielen Qualifikationen von Waldphilosophin Samya gehört auch die der Gymnastik-Übungsleiterin. Die Teilnehmenden ließen sich während eines Stopps am so genannten Bi-See, einem malerisch gelegenen Teich am oberen Ende des Rauischholzhäuser Schlossparks, gern zu einer kleinen Sporteinheit inspirieren. Mit Kniebeugen und Dehnübungen brachten alle ihren Kreislauf in Schwung.

Inspiration für den Geist brachte unter schattigen Bäumen an Rande eines plätschernden Bachs die Frage, was jeder im „Lichtmonat Juni“ für sich selbst zum Vorschein holen wolle. Samya Bascha-Döringer lud dazu ein, Störgefühlen nachzugehen und einen liebevollen Blick auf sich selbst zu werfen: „Was kann ich besonders gut, wodurch bin ich eine Bereicherung für meine Mitmenschen?“ Die Atmosphäre beim Wald-Walk war so offen und einladend, dass allen Teilnehmenden viel Gutes über sich selbst einfiel: Beständigkeit, Offenheit, Neugier, innere Ruhe und Hilfsbereitschaft wurden als herausragende Eigenschaften genannt.

Mit etwas Mystik klang der Wald-Walk aus. Die Waldphilosophin spielte auf ihrer indianischen Flöte. Währenddessen wurde es ganz still im Wald, danach kurz ein wenig lauter, als die Teilnehmenden dankbar für zwei inspirierende Stunden applaudierten.

Für den Freitag, 5. August, ist der nächste Wald-Walk geplant, zu dem der GrundTreff Wittelsberg mit Waldphilosphin Samya einlädt. Los geht es um 10 Uhr. Treffpunkt ist der obere Parkplatz am Schlosspark Rauischholzhausen. Der Teilnehmer-Beitrag beläuft sich auf 15 Euro pro Person. Infos und Anmeldung bei Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de
Fotos: Carina Becker-Werner


Waldphilosophin Samya Bascha-Döringer empfiehlt einen Tee aus getrockneten Holunderblüten. Er wirkt antiseptisch und schweißtreibend.





Ins Gespräch vertieft: Mit der Kursleiterin Samya Bascha-Döringer (Dritte von rechts) tauschten die Teilnehmenden sich über die Bedeutung der Natur aus.


 

 

 

 

 

 

Arme hoch und atmen nicht vergessen: Etwas Fitness am Bi-See brachte die Teilnehmen in Schwung.  

 



10.06.2022

Marketing auf vier Rädern: Werbung auf dem GrundTreff-Bürgerbus ist nun möglich

 

Der GrundTreff in Wittelsberg vermarktet aktuell die Flächen auf seinem Bürgerbus. Das Fahrzeug, ein Opel Vivaro mit Elektromotor, ist ein Achtsitzer, den das Land Hessen im Januar 2022 über das Wirtschaftsministerium und die hessische Bürgerbusstiftung bereitgestellt hat. Das Fahrzeug ist rund um die Aktivitäten der kommunalen Begegnungsstätte GrundTreff mit Sitz in der Hirtenwiesenstraße in Wittelsberg im Einsatz und wird von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern gesteuert. Besucher von Veranstaltungen werden daheim abgeholt und auch wieder zurückgebracht. Zudem wird der E-Bürgerbus für regionale und überregionale Ausflugsfahrten genutzt. „Vor allem für heimische Firmen, Arztpraxen und Initiativen ist unser Bürgerbus ein toller Werbeträger. Er steht für die Gemeinde, für das Leben im Grund, für ehrenamtlichen Einsatz und für Gemeinschaftssinn“, wirbt GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner und betont: „Mit dem Bürgerbus ist Ihre Werbung unterwegs und wird an verschiedenen Orten wahrgenommen.“
Auf dem Bürgerbus stehen 10 Werbeflächen in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Unternehmen können sich wahlweise für einen Zeitraum von 2 oder von 5 Jahren einen Werbeaufritt sichern.
Kostenübersicht:
• 1.000 Euro fallen insgesamt auf 5 Jahre für die beiden Flächen 60 x 30 (Motorhaube) an; 400 Euro für 2 Jahre
• 1.200 Euro fallen insgesamt auf 5 Jahre für die 5 großen Flächen 100 x 35 auf den Seiten an; 480 Euro für 2 Jahre
• 800 Euro fallen insgesamt auf 5 Jahre für die 3 Flächen 80 x 35 an den Seiten an; 320 Euro für 2 Jahre
Der GrundTreff freut sich auf alle Werbekunden, die den Einsatz des Bürgerbusses auf diese Weise unterstützen und durch ihre Werbung dazu beitragen, dass die laufenden Kosten für dieses besondere Angebot gedeckt werden können. Für die Nutzer des Bürgerbusses sind die Fahrten kostenfrei, die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer steuern den Achtsitzer ohne Bezahlung oder Aufwandsentschädigung in ihrer Freizeit.
Bei Fragen rund um den Bürgerbus und die Werbeflächen steht GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner gern zur Verfügung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de
Bildnachweis für KFZ_Bürgerbus_2022:
Auf dem GrundTreff-Bürgerbus stehen insgesamt 10 Werbeflächen für heimische Unternehmen zur Verfügung. Sie werden aktuell für wahlweise 2 oder 5 Jahre angeboten. Interessierte sollten sich zeitnah im GrundTreff melden, um sich ihren Platz auf dem Bus zu sichern.
Fotomontage: Siebdruck Uth Rauischholzhausen
Werbemöglichkeiten hier ansehen

 

10.06.2022

Nach langer Pause wieder da:
GrundTreff-Besucher glücklich über Frühstücksangebot

Am vergangenen Freitag fand erstmals wieder nach pandemiebedingter Unterbrechung das beliebte GrundTreff-Frühstück statt. An die 30 Besucherinnen und Besucher bedienten sich an einem üppig bestückten Buffet, das vom Wittelsberger Frühstücksteam hergerichtet worden war. Mit viel Sorgfalt bei der Auswahl der Produkte und mit liebevollem Blick fürs Detail hatten Anne Claar, Edith Peil, Elke Ludwig und Elfriede Sauer alles für die Frühstücksgäste vorbereitet. In routinierter Team-Arbeit richteten die Frauen in der GrundTreff-Küche die Wurst-, Käse- und Fischplatten her, rührten Erdbeerquark an und schnitten Obst sowie Gemüse. Die Tische hatten sie zuvor eingedeckt und mit frisch geschnittenen Pfingstrosen und anderen Blumen aus den eigenen Gärten festlich hergerichtet. „Schön, dass wir wieder hier sind, schön, dass wir das Frühstück wieder anbieten können“, freute sich Elke Ludwig, die die Gäste auf Platt begrüßte.

Die Stimmung in der gemeindlichen Begegnungsstätte war fröhlich und ausgelassen, denn viele Menschen aus der Gemeinde hatten das Frühstück in den vergangenen beiden Jahren schmerzlich vermisst. Darüber berichtete GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner. „Wir sind sehr froh, dass die Frühstücksfrauen wieder am Start sind und dieses tolle Angebot möglich machen“, würdigte sie den ehrenamtlichen Einsatz der Frauen.

Die Besucher, allesamt Frauen und Männer der Generation Ü 50 und darunter auch viele über 80-Jährige, freuten sich, in geselliger Runde die erste Mahlzeit des Tages einzunehmen, miteinander zu plauschen und zu schlemmen. „Früher war ich immer unter Menschen. Jetzt bin ich oft allein, vor allem, seit mein Mann nicht mehr lebt. Deshalb ist es einfach schön, einmal mit anderen zusammen zur frühstücken und ins Gespräch zu kommen“, schwärmte die 86-jährige Ruth Becker auch Hachborn.

Sie sei immer schon sehr gern zum GrundTreff-Frühstück gekommen, sagte die 83-Jährige Christel Stranghöner aus Ilschhausen. „So komme ich mal raus und habe ein wenig Abwechslung.“
Kurth Alfred Becker aus Leidenhofen fand, dass das Angebot in der gemeindlichen Begegnungsstätte ein „wichtiger sozialer Treffpunkt“ für Ebsdorfergrund sei. „Die älteren Menschen, von denen viele allein leben, sind sehr dankbar dafür“, sagte der 84-Jährige und freute sich über das „großartige Buffet“ und die liebevoll hergerichteten Tische.
Margitta Moderer aus Dreihausen war erfreut darüber, dass die Wittelsberger Frühstücksfrauen an die frühere Tradition anknüpften. „Mir war es wichtig, dabei zu sein und dieses Angebot zu würdigen“, sagte die 72-Jährige, die gemeinsam mit ihrem Mann Wilfried am Frühstück teilnahm.

Der GrundTreff flankierte das Angebot mit einen kostenlosen Hol- und Bringdienst. Dafür steht der Elektro-Bürgerbus zur Verfügung, den das Land Hessen durch Wirtschaftsministerium und Bürgerbus-Stiftung für die gemeindliche Begegnungsstätte bereitgestellt hat. Der Achtsitzer, ein Opel Vivaro, wurde an dem Freitagmorgen von Bürgerbusfahrer Michael Holler aus Hachborn gesteuert. Er gehört zum festen Fahrerstamm des GrundTreffs und war früher oft bei den abendlichen Kino-Fahrten im Einsatz. Sechs Frauen nutzten das Angebot. „Es ist eine prima Sache, denn sonst könnte ich nicht dabei sein“, freute sich Fahrgast Christel Stranghöner.

Das nächste GrundTreff-Frühstück findet am Freitag, 1. Juli, ab 9.30 Uhr statt. Anmeldungen werden ab sofort im GrundTreff entgegengenommen: Carina Becker-Werner, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de. Das Platzangebot ist begrenzt. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Kosten pro Person: 7 Euro. Für die Hin- und Rückfahrt steht wieder der Bürgerbus mit Fahrer Michael Holler zur Verfügung – eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Interessenten, die sich vorstellen könnten, im Bürgerbus-Team des GrundTreffs mitzuwirken, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.
Fotos: Carina Becker-Werner



Frühstücksteam bereitet die Platten fürs Buffet vor: (links) Elfriede Sauer, (von rechts) Anne Claar, Edith Peil und Elke Ludwig.


An die 30 Gäste bedienten sich im GrundTreff an einem üppig bestückten Frühstücksbuffet. 


Bürgerbus-Fahrer Michael Holler holte Ruth Becker (von links), Marga Sohl, Ingrid Graf, Brigitte Schilder und Christel Stranghöner zum Frühstück mit dem Elektro-Achtsitzer des GrundTreffs ab und brachte sie auch wieder nach Haus 



An einer langen Tafel luden sich die Frühstücksgäste ihre Teller voll.


19,05.2022

Frühstück für GrundTreff-Helfer:
Gemeinde würdigt Ehrenamtliche für ihren Einsatz

Alljährlich revanchiert sich die Gemeinde Ebsdorfergrund bei den Ehrenamtlichen, die sich im GrundTreff in Wittelsberg engagieren, mit einer Einladung zum Frühstück. Dazu gehören auch die Seniorenhelferinnen, die sich bei den Seniorennachmittagen engagieren. Zuletzt war die Einladung für die Ehrenamtlichen durch Corona ausgefallen. Am vergangenen Samstag kamen somit erstmals nach zweijähriger Pause wieder Frauen und Männer zusammen, die den GrundTreff durch ihr vielfältiges Engagement zu einem belebten Zentrum für die Generation der Ü-50-Jährigen machen.

Die Gaststätte Eißner in Roßberg empfing die 30 Besucher mit einem üppig bestückten Frühstücksbuffet. Bürgermeister Andreas Schulz räumte augenzwinkernd ein, dass er sich in den vergangenen Jahren nicht nur selbstlos um das Angebot für die erfahrene Generation in der Gemeinde bemüht habe, „sondern auch im Hinblick darauf, dass ich im Ruhestand auch etwas davon haben möchte“. Dieser Zeitpunkt rückt näher, denn Schulz scheidet im Dezember 2022 nach 30 Jahren als Gemeindeoberhaupt für Ebsdorfergrund aus dem Amt. Schulz hatte im Februar angekündigt, bei der Bürgermeisterwahl im September 2022 nicht mehr anzutreten.

Er könne sich noch gut daran erinnern, wie das Angebot für Senioren vor 30 Jahren ausgesehen habe, „es gab damals drei Seniorentreffpunkte in der Gemeinde, alle waren sie rappelvoll und die Besucher kamen in Tracht“. Mit dem heutigen Angebot der Gemeinde sei dies nicht mehr vergleichbar. Als mitgliederstärkster Verein mit vielfältigen Hilfsangeboten gebe es im Ebsdorfer Grund die Bürgerhilfe, den GrundTreff als Zentrum für die abwechslungsreiche Freizeitgestaltung und das Magazin GrundWelt als Zeitung für die Zielgruppe der Ü-50-Jährigen. „Damit das alles weitergeht, werden Sie gebraucht – denn ohne Sie läuft gar nichts“, würdigte er den Einsatz der Ehrenamtlichen.
Heike Schick, in deren Fachbereich die Seniorenarbeit fällt, sprach von einem „Dank- und Motivationsfrühstück“. Nach der Unterbrechung durch die Pandemie sei der Einsatz der Ehrenamtlichen gefragter denn je. „Sie sind die wahren Schätze des Ebsdorfer Grundes“, wandte sie sich an die Frauen und Männer.
Gute Nachrichten aus dem GrundTreff fasste Carina Becker-Werner als Geschäftsführerin des Zentrums zusammen. Die Begegnungsstätte habe in den vergangenen Monaten mehrfach mit ausverkauftem Haus geglänzt – bei Theater, einem Sicherheitstraining für Senioren, bei einem Reisevortrag, beim Kabarett und zuletzt bei einem Stilcoaching für Frauen. Bewährte Angebote kehrten zurück, neue kämen hinzu. Beispielhaft nannte Becker-Werner das beliebte GrundTreff-Frühstück, das am Freitag, 3. Juni 2022, ab 9.30 Uhr erstmals wieder von den „Frühstücksfrauen“ rund um Anne Claar ausgerichtet wird. Der seit Januar bereitstehende GrundTreff-Bürgerbus werde flankierend zu den Angeboten eingesetzt – bei Interesse bringen ehrenamtliche Fahrer die Besucher zu den Veranstaltungen in den GrundTreff und auch wieder zurück. Interessierte, die dieses Angebot nutzen wollen oder Ehrenamtliche, die das Team der Fahrer verstärken könnten, sind herzlich eingeladen, sich im GrundTreff zu melden.

Bei den Ehrenamtlichen kam das Frühstück gut an. So freute sich Claudia Cloos, die unter anderem in der GrundTreff-Steuerungsgruppe mitarbeitet, über die Vielfalt beim Frühstück – und darüber, „die, die man vermisst hat, einmal wiederzusehen“.

Infos und Kontakt zum GrundTreff: Carina Becker-Werner, Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de



Bürgermeister Andreas Schulz (von links) serviert den GrundTreff-Ehrenamtlichen Georg Sauer, Anni Wagner und Claudia Cloos frischen Erdbeerkuchen. Fachdienstleiterin Heike Schicken (hinten) bringt die Kuchengabeln. Fotos: Carina Becker-Werner





Im Wintergarten der Gaststätte Eißner in Roßberg ließen die Teilnehmer es sich schmecken und kamen nach langer Unterbrechung einmal wieder ins Gespräch miteinander.







GrundTreff-Frühstück kehrt zurück

Frauen bestücken Anfang Juni erstmals wieder ein großes Buffet

Nach zweijähriger Unterbrechung durch Corona ist es für den GrundTreff in Wittelsberg eine gute Nachricht, dass das beliebte Frühstücksangebot mit Buffet wieder in dem Zentrum in der Hirtenwiesenstraße ausgerichtet wird. Die „Frühstücksfauen“ rund um Anne Claar bieten vor der Sommerpause zwei Termine zum morgendlichen Schmaus in der gemeindlichen Begegnungsstätte an: und zwar an den beiden Freitagen, 3. Juni und 1. Juli, jeweils ab 9.30 Uhr. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Teilnehmen können maximal 40 Personen – wer einen Platz bekommen möchte, sollte sich zeitig melden. Eine Anmeldung mit größeren Gruppen kann nicht erfolgen, maximal fünf Personen können sich gleichzeitig anmelden. Die Kosten fürs Frühstück belaufen sich pro Person auf 7 Euro. Nach der Sommerpause soll es im Herbst mit dem Frühstück weitergehen.

Anmeldeschluss für den Freitag, 3. Juni, ist der Montag, 30. Mai. Anmeldungen fürs Juli-Frühstück werden erst später angenommen. Anmeldung im GrundTreff bei Geschäftsführerin Carina Becker-Werner, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Der GrundTreff flankiert das Frühstücksangebot mit seinem Bürgerbus – alle Interessierten können sich ebenfalls bis zum Montag, 30. Mai, zur kostenlosen Abholung und auch wieder zur Heimfahrt im GrundTreff anmelden.

Die Organisatorinnen Edith Peil, Elke Ludwig, Anne Claar, Elfriede Sauer und Ingeborg Habiuk freuen sich schon auf das erste Frühstücksbuffet nach so langer Pause. „Es ist für Ältere, die nicht unbedingt zum Frühstücken in die Stadt fahren wollen, ein tolles, ortsnahes Angebot“, findet Elke Ludwig. Edith Peil betont, dass es eine schöne Möglichkeit sei, auf Menschen aus den verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsam schlemmen und Geselligkeit: So schlicht das Konzept auch sein mag, so sehr überzeugte es in den Jahren vor der Pandemie. „Unser Frühstück war immer ausgebucht“, erinnert sich Anne Claar. An den Erfolg will der GrundTreff gern wieder anknüpfen.

Das Zentrum in der Hirtenwiesenstraße ist barrierefrei zugänglich. Parkplätze stehen unmittelbar am GrundTreff zur Verfügung.
Bildtext: Die „Frühstücksfrauen“ Edith Peil (von links), Elke Ludwig, Anne Claar, Elfriede Sauer und Ingeborg Habiuk richten am ersten Freitag im Juni erstmals wieder das beliebte GrundTreff-Frühstück aus. Foto: Carina Becker-Werner


Beraterin Judith Eufinger kommt im Oktober erneut nach Wittelsberg
Farbe, Stil, Selbstbewusstsein: Frauen
profitieren von Coaching im GrundTreff


Ein Coaching-Nachmittag für Frauen, den der GrundTreff in der ersten Maiwoche mit der Farb- und Stilberaterin Judith Eufinger aus Limburg organisiert hatte, war so erfolgreich, dass es im Herbst eine Wiederholung geben wird. Darüber berichtet Carina Becker-Werner, Geschäftsführerin der kommunalen Begegnungsstätte in Wittelsberg. Neun Frauen hatten einen Platz für ein kompaktes persönliches Coaching ergattert, viele weitere Interessentinnen aus Ebsdorfergrund, Marburg und Umland hatten sich auf die Warteliste setzen lassen. Das nächste Coaching soll am Freitag, 14. Oktober 2022, von 14 bis 18 Uhr laufen. Die Beratung in Dreiergruppen beginnt dann jeweils zur vollen Stunde – um 14, 15, 16 und 17 Uhr. Zwölf Plätze stehen insgesamt zur Verfügung. Frauen, die teilnehmen wollen, können sich bereits im GrundTreff anmelden.

Das Team des GrundTreffs, das erstmals einen solchen Nachmittag zum Thema Farbe und Stil organisiert hatte, war von der Resonanz überwältigt. „Das Thema passte wohl genau in diese Phase nach der Pandemie“, sagt Becker-Werner und freut sich darüber, dass Judith Eufinger direkt zusagt hat, im Herbst wieder nach Wittelsberg zu kommen. Es sei ein sehr exklusives Beratungsangebot, „da wir es als Coaching in Dreiergruppen organisieren, ist auch der Preis attraktiv“. Ideengeberin war Elke Wind aus Leidenhofen gewesen. Sie ist langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin des GrundTreffs und leitet die Gruppe der Stricklieseln, die sich alle zwei Wochen freitagsnachmittags zum gemeinsamen Handarbeiten im Wintergarten des Zentrums treffen – neue Gesichter sind dort jederzeit willkommen.

Die Frauen, die Anfang Mai beim Coaching mit dabei waren, nahmen aus der kompakten Beratungszeit von jeweils etwa 20 Minuten viel für sich mit. Judith Eufinger ist Diplom-Ingenieurin für Bekleidungsgestaltung und verfügt über langjährige Berufserfahrung. Schon als 16-Jährige habe sie sich an Mutters Nähmaschine ausgehtaugliche Outfits „zusammengeschustert“. „Die waren nicht vorteilhaft, aber flippig“, erzählt sie augenzwinkernd. Mittels Fragebogen und Porträt- sowie Ganzkörperfotos, die ihr zugemailt wurden, hatte die 58-Jährige im Vorfeld einen Eindruck von den Frauen gewonnen. Das sei sehr hilfreich gewesen, sagt Judith Eufinger, die jede Teilnehmerin entweder zum Thema Farbe oder Stil beriet.

Die 64-jährige Karin Schmuck-Rieß aus Dreihausen ging zufrieden vom Coaching nach Hause und fühlte sich im sportlichen weißen Kleid mit zarten roten Streifen, das sie zum Vorführen mitgebracht hatte, noch wohler als zuvor. „Die Beratung in kleinen Gruppen war ideal, dadurch kam so viel herum, wovon alle profitieren haben.“

Fürs Coaching hatten sich die meisten Frauen aufs Thema Stil festgelegt. Ein paar klassische Farbberatungen gab es aber auch. Dabei werden Stoffe in unterschiedlichen Tönen direkt unters Gesicht gehalten, so dass Unterschiede ganz deutlich werden. „Es gibt Farben, die uns schmeicheln und uns strahlen lassen, während wir bei anderen Tönen blass und grau wirken“, erklärt Eufinger. Den meisten Menschen hierzulande stünden die kühleren Farben, wie sie für die so genannten Sommer- oder Wintertypen charakteristisch sind, besser als die warmen Farben, die den Herbst- oder den Frühlingstypen kennzeichneten. Im GrundTreff bestätigte sich dies. Diana Agostin aus Marburg stellte sich als klassischer Wintertyp heraus, dem klare Farben wie ein kräftiges Blau oder ein strahlendes Rot gut stehen. Bei Irmgard Lemmer zeigte sich, dass ihr die sanften Töne des Herbstes wie Orange, Braun oder Rot schmeicheln.

„Es war ein sehr offener, fröhlicher und schöner Austausch mit den Frauen in Wittelsberg“, sagt Judith Eufinger und freut sich schon auf den Termin im Herbst im GrundTreff.

Anmeldungen für das Farb- und Stilcoaching mit Judith Eufinger am Freitag, 14. Oktober 2022, sind möglich, solange Plätze frei sind. Der Preis liegt pro Teilnehmerin bei 39 Euro. Kontakt: Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de



Frühlings, Sommer, Herbst- und Winter: Die Farb- und Stilberaterin Judith Eufinger erklärte im GrundTreff während eines Coachings-Nachmittags die Farbschemen der unterschiedlichen Typen. Zu den Teilnehmerinnen gehörten Heike Ehrling (im Hintergrund, von links), Elke Wind und Theresa Nau. Fotos: Carina Becker-Werner

Judith Eufinger hält bei Teilnehmerin Diana Agostin eine Auswahl von Stoffen in verschiedenen Tönen der sogenannten Winter-Farbpalette an.
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04.05.2022

Inspiration, Aktivität und Entspannung
im Grünen mit Waldphilosophin Samya

GrundTreff Wittelsberg lädt zum Wald-Walk nach Rauischholzhausen ein


Was macht den Monat Juni aus und was können wir von der Natur in diesem Monat für uns mitnehmen? Um diese und andere Fragen geht es beim Wald-Walk mit der Waldphilosophin, Wildnispädagogin und Künstlerin Samya Bascha-Döringer aus Cappel. Los geht es am Freitag, 10. Juni, ab 10 Uhr vom Parkplatz am Schloss Rauischholzhausen aus. Die Rückkehr dorthin ist gegen 12 Uhr geplant. Die Veranstaltung wird organisiert vom GrundTreff, der kommunalen Begegnungsstätte in Wittelsberg.

„Jeder Monat hat seine ganz eigene Stimmung und typische Pflanzen“, sagt die Waldphilosophin. In ihren Kursen zeigt sie den Teilnehmern, wie man mit allen Sinnen in die Natur und die spezifische Jahreszeit eintauchen kann. Wildkräuterkunde, Waldwandeln, Achtsamkeits-, Bewegungs- sowie Entspannungsübungen gehören zum Wald-Walk dazu. Der Wald rund um Schloss und Park von Rauischholzhausen biete ideale Bedingungen für ruhige und aktive gemeinsame Momente, sagt Samya Bascha-Döringer.

Der Kurs, der für Menschen aller Altersstufen mit einer Grundfitness geeignet ist, dauert etwa zwei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Die Kursgebühr beträgt 10 Euro pro Person. Dem Wetter angepasste Kleidung, feste Schuhe und etwas zu trinken sollten mitgebracht werden. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 10 Personen.

Anmeldung bis Mittwoch, 1. Juni 2022, bei Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter) oder per E-Mail an: grundtreff@ebsdorfergrund.de

10.04.2022

„Mit Leichtigkeit zum guten Stil“:

Coaching-Nachmittag für Frauen im GrundTreff
Am Freitag, 6. Mai, lädt der GrundTreff in Wittelsberg zu einem exklusiven Nachmittag für Frauen ein. In der gemeindlichen Begegnungsstätte in der Hirtenwiesenstraße ist die Farb- und Stilberaterin Judith Eufinger aus Limburg zu Gast. Sie bietet im Anschluss an einen 45-minütigen Impulsvortrag zu Garderobe, Farbe und Stil drei Kleingruppen-Coachings an, während derer die Teilnehmerinnen jeweils eine Stunde lang intensiv und persönlich beraten werden. Die Plätze fürs Coaching sind aktuell belegt. Es gibt eine Warteliste. Der Nachmittag steht unter dem Titel „Mit Leichtigkeit zum guten Stil“. Beginn des Impulsvortrags ist um 14 Uhr, es gibt noch freie Plätze.

Teilnehmerinnen üben, Persönlichkeit zu zeigen

„Mit dem, was wir tragen, mit unserer Frisur, ja, sogar mit der Wahl unserer Brille können wir entscheidend beeinflussen, wie wir von unseren Mitmenschen wahrgenommen werden“, sagt Judith Eufinger. Die Diplom-Ingenieurin für Bekleidungsgestaltung weiß, wovon sie spricht. Sie hat als Stylistin für Fernsehen, Spielfilm sowie Werbung gearbeitet und neben einer Weiterbildung zum Typ-, Farb- und Stilcoach auch eine Qualifikation als so genannter Glücks-Coach erworben. So soll die Beratung auch nicht nur auf Äußerlichkeiten wirken, sondern auf die ganze Persönlichkeit. „Eines meiner Herzensthemen ist es, meine Kunden zu Attraktivität zu ermutigen und sie dabei zu unterstützen, ihre innere Schönheit nach außen zu tragen, denn Stilbewusstsein ist weder Eitelkeit noch Selbstzweck“, betont die Beraterin. Einen eigenen Stil zu entwickeln, bedeute zugleich auch eine Befreiung von Trends und Erwartungshaltungen.

Eufinger will im GrundTreff zeigen, wie Frauen ihre persönlichen „Strahle-Farben“ und „Schmeichel-Schnitte“ finden, wie sie ihre Persönlichkeit durch den Kleidungsstil hervorheben können und wie sie einen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickeln. Das funktioniere in jedem Alter, betont die Beraterin und fügt augenzwinkernd an: „Die Teilnehmerinnen dürfen sich ruhig trauen, attraktiv zu sein.“

25 Plätze beim Vortrag, 9 beim Coaching

Die Teilnehmerzahl bei der Veranstaltung ist limitiert. Für den Impulsvortag mit vielen Vorher-Nachher-Beispielen anhand ganz verschiedener Figur- und Farbtypen stehen 25 Plätze zur Verfügung, fürs Kleingruppencoaching 9 Plätze. In den Kleingruppen sollten sich die Teilnehmer auf einen Schwerpunkt verständigen, entweder Farbe oder Stil, rät Judith Eufinger, die sehr gezielt beraten möchte und bei Interesse im Vorfeld auch schon Fotos von Teilnehmerinnen entgegennimmt. Der Eintrittspreis für den Vortrag beläuft sich auf 5 Euro pro Person. Für das Intensiv-Coaching fallen 25 Euro pro Person an. Teilnehmerinnen, die sich für Vortrag und Coaching anmelden, zahlen 29 Euro. Die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
Weitere Infos und Anmeldung bei Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de



Judith Eufinger aus Limburg berät Frauen im GrundTreff in Wittelsberg zu Farbe, Stil und Persönlichkeit.  Privatfoto



10,04.2022

Da wird der Blues zum „Blüsche“

Lachen wie schon lange nicht mehr: Dietrich Faber bietet mitreißende Bühnenshow vor ausverkauftem GrundTreff

Seit rund zehn Jahren füllt Autor und Kabarettist Dietrich Faber aus Gießen mit seiner Bühnenshow zur Bröhmann-Buchreihe hessische Veranstaltungszentren. Am vergangenen Samstag trat er im GrundTreff in Wittelsberg vor vollbesetztem Saal auf. Sein Programm hat mit der Zeit noch an Strahlkraft gewonnen. Dabei wendet Faber sich inzwischen neuen Ideen zu.

Mit jedem Band der sechsteiligen Vogelsberger Krimi-Romanreihe sind neue, mitreißende Szenen fürs Kabarett dazugekommen. Angefangen mit der Figur des Polizeikommissars Henning Bröhmann, der auch jenseits seiner Kriminalfälle ums (soziale) Überleben kämpf. Etwa im Gespräch mit seiner 14-jährigen Tochter Melina, die gerade als „Nutte“ verkleidet zum Dorffasching will, im Tango-Kurs der Volkshochschule mit dem überambitionierten Günni aus Ober-Hörgern, am Spielfeldrand beim SC Victoria Nidda, wo der 83-Jährige Bruno Rötzenbrink gerade als Trainer eingesprungen ist und die F-Jugend mit der „falschen 9“ ein wenig überfordert, oder beim höchst unfreiwilligen Holzmachen unter Anleitung von Bauer Hansen, der für die Attitüde von Akademikern auf dem Lande nicht einmal das kleinste bisschen Verständnis hat.

Wie sehr solche Abende gefehlt haben
Fabers Figuren sind allesamt Charaktere, wie jeder oberhessische Dorfmensch sie kennt. Ein bisschen farbenfroher freilich, schließlich ist es Kabarett. Und schließlich soll herzlich gelacht werden. Das klappt im GrundTreff in Wittelsberg auf Anhieb so gut, dass man förmlich spüren kann, wie sehr solche Abende in den Pandemie-Jahren gefehlt haben. Nicht nur dem Publikum, sondern auch Dietrich Faber, der unter anhaltendem Szenen-Applaus aufblüht. Wenn Fabers Paradefigur Manni Kreutzer dann noch zur Gitarre greift oder sich der greise Alleinunterhalter Orgel-Willi hinterm Bühnenvorhang hervorlocken lässt, um das gemütlichste „Highway to Hell“-„Atemlos-durch-die-Nacht“-„Jump“-Medley aller Zeiten trällernd auf dem Keyboard zu begleiten, ist der Saal von anhaltendem, lautstarken Lachen erfüllt. Besser könnte es jetzt bloß noch werden, wenn Orgel-Willi sich zu einer Zugabe überreden ließe. Aber er ist, schwer atmend und sich ausdauernd den Ischias reibend, schon wieder hinterm Vorhang verschwunden.

Der ausgesprochen systemirrelevante Manni Kreutzer ist da ganz anders drauf. Der würde „dem Faber“ am liebsten die Bücher aus der Hand nehmen und die Bühne ganz für sich haben. Auch, um endlich mal loszuwerden, wie es einem Superstar aus dem Vogelsberger Epizentrum Schotten so ergeht in Zeiten des andauernden Daheimseins, und zwar ganz ohne Homeoffice und ganz ohne „Mutti“, die den 51-jährigen „ arme Bubb“ nicht mehr bei sich wohnen haben wollte, egal, wie „wehtun ihm das Herzche dann tut“. Mannis Antwort auf solchen Herzschmerz ist das „Blüsche“ vom „Lonesomen Wolf“, der heiter-melancholisch im Mondschein Minigolf spielt und in überwiegend leicht verständlichem Oberhessisch mit rollendem R von seinem Prärie-Abenteuern berichtet.

Ein Manni Kreutzer lässt sich nicht wegschicken
Faber war den Besuchern dankbar, „dass sie den Hintern hochbekommen hatten“ und in den GrundTreff gekommen waren. Für den Kulturbetrieb sei wichtig, dass sich die Türen der Veranstaltungszentren wieder öffneten. Die Besucher waren ihrerseits dankbar, sich aufgerafft zu haben. „Das hat sich gelohnt – es war schön, mal wieder rauszukommen“, sagte Gudrun Steitz aus Ebsdorf. „Ich habe Dietrich Faber schon oft gesehen – und es war wie immer sehr gut. Er war heute definitiv in Spiellaune“, freute sich Michael Fink, der aus Lohra in den GrundTreff gekommen war. Michael van Moll aus Kirchhain, der mit seinen 21 Jahren zu den jüngsten Zuhörern des Abends gehörte, meinte: „Das war ganz anders, als ich mir eine Lesung vorgestellt habe, total unterhaltsam und abwechslungsreich.“
Um das Forum im GrundTreff nicht mit Besuchern zu überfrachten, hatte der GrundTreff den Kartenverkauf nach 65 Tickets eingestellt, obwohl es im Saal noch Kapazitäten gegeben hätte und die Warteliste lang war. „Uns war es wichtig, dass wir eine aufgelockerte Sitzordnung einhalten und unsere Besucher so hoffentlich etwas schützen konnten – die Show hätte allerdings noch viel mehr Zuschauer verdient gehabt“, sagte GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner und hoffte zugleich, Dietrich Faber wieder einmal für einen Auftritt in Wittelsberg gewinnen zu können.

Faber, in Marburg gern gesehener Gast, war im GrundTreff zum ersten Mal aufgetreten. Er werde gern wiederkommen, versprach der 52-Jährige, aber dann vermutlich nicht mit der Show zur Bröhmann-Buchreihe. Aktuell liefen coronabedingt noch einige nachgeholte Termine, zeitgleich arbeite er aber an neuen Büchern. „Es wird etwas ganz anderes werden, klingt jetzt langweilig, aber mehr kann ich dazu noch nicht sagen.“ Dem Manni Kreutzer wird das so ziemlich egal sein. Den wird Faber seit seinem ersten Bröhmann-Band einfach nicht mehr los. „Er saß da in meinem Büro leibhaftig vor mir uns ließ sich nicht mehr wegschicken“, scherzte Faber, der den Manni auch viel zu liebgewonnen hat, um sich noch von ihm trennen zu können. Wer mehr von dem oberhessischen „Lonesome Wolf“ mit speckigem Lederhut hören und sehen will, kann sich online unter www.dietrichfaber.de über die Termine informieren.

Weitere Infos zum Programm des GrundTreffs und Kontakt: Carina Becker-Werner, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Fotos:
FaberGrundTreffManniKreutzer
Manni Kreutzer ist Dietrich Fabers Paradefigur und die oberhessische Antwort auf Johnny Cash.            Fotos: Carina Becker-Werner / GrundTreff



FaberGrundTreffOrgelWilli
Traut sich ischiasgeplagt nur einmal hinterm Bühnenvorhang hervor und spielt auf dem Keyboard das lässigste „Highway to Hell“-Medley aller Zeiten: der Orgel-Willi.


FaberGrundTreffPublikum
Im GrundTreff schauten sich 65 Besucher die Bühnenshow von Kabarettist und Autor Dietrich Faber an.



24.03.2022

Während Costa-Rica-Fotoschau: GrundTreff-Besucher sammeln 400 Euro für Ukraine-Soforthilfe

Wittelsberg. Der GrundTreff in Wittelsberg verzeichnet nach einem Vortragsabend mit Wilfried Moderer einen Spendenerfolg. Die 25 Besucher der Costa-Rica-Fotoschau legten vergangene Woche 200 Euro ins Sammelkörbchen für die Ukraine-Soforthilfe, die durch Stanislaw Kurilenko, Mitarbeiter der Gemeinde Ebsdorfergrund, ins Leben gerufen wurde. Weitere Spender stockten die Summe auf, sodass 400 Euro zusammenkamen: „Es war uns wichtig, an diesem Abend ein Zeichen der Solidarität zu setzen und etwas zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine zu tun.“

Der Vortrag war die erste vom GrundTreff organisierte Abendveranstaltung seit dem November 2021. „Corona hat uns erneut dazu gezwungen, unsere Aktivitäten sehr herunterzufahren, aber nun sind wir wieder mit neuen Angeboten am Start“, sagte GrundTreff-Geschäftfsführerin Carina Becker-Werner und wies auf die Bühnenshow mit Kabarettist und Buchautor Dietrich Faber am Samstag, 2. April, ab 20 Uhr im GrundTreff hin. Die Veranstaltung sei der Höhepunkt im Frühjahrsprogramm der gemeindlichen Begegnungsstätte und nahezu ausverkauft. Weitere Veranstaltungen seien schon in Planung, beispielsweise ein Workshop mit der Farb- und Stilberaterin Judith Eufinger aus Limburg, die am Freitag, 6. Mai, 14 bis 18 Uhr für Vortrag und Coaching im Zentrum in der Hirtenwiesenstraße zu Gast sein wird. Infos und Anmeldung zu allen GrundTreff-Veranstaltungen unter Telefon 06424/3533, E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Vortrag weckt Sehnsucht und Erinnerungen

Während seines Costa-Rica-Vortrags nahm Wilfried Moderer seine Zuhörer mit auf die Reise in ein „Traumland zwischen zwei Ozeanen“: „Anders kann ich Costa Rica gar nicht beschreiben“, schwärmte er über den mittelamerikanischen Küstenstaat, der auf Ökotourismus setze und durch seine vielen Naturparks mit exotischer Tier- und Pflanzenpracht sehr eindrucksvoll sei. Moderer ist in Dreihausen daheim und hat in den vergangenen Jahrzehnten Reisen in viele Länder unternommen. Im GrundTreff ist er schon ein bekanntes Gesicht, im vergangenen Jahr referierte er über seine Alpenüberquerungen zu Fuß.

Mit den rund 170 Fotos und kurzen Videofilmen, die Moderer aus Costa Rica zeigte, holte er all jene Zuhörer ab, die gerade vom Reisen in exotische Länder träumen. Wie Stefan Lisiecki aus Wittelsberg, der als Rucksack-Tourist selbst schon viele Reiseerfahrungen gesammelt hat und nun als Vater eines Kleinkinds gern nach Mittel- oder Südamerika reisen würde. „Es war ein lebensnaher Vortrag mit ganz realistischen Bildern aus Costa Rica und nicht mit solchen Hochglanz-Motiven, wie man sie aus Reiseblogs kennt“, schwärmte der 32-Jährige, der froh war über den „sehr persönlichen“ Bericht des Referenten.

Zuhörerin Edith Peil und weitere Besucher fühlten sich an eigene Costa-Rica-Reisen erinnert. „Die Landschaft und die Tier- und Pflanzenvielfalt sind einfach toll, es war schön, dass ich meine eigenen Eindrücke so wieder etwas auffrischen konnte“, sagte die 84-Jährige.

Wilfried Moderer führte gewohnt locker und abwechslungsreich durch die Bilderschau. Am spannendsten war wohl sein Bericht über den Aufstieg auf den Cerro Chirripó, den mit über 3800 Metern höchsten Berg Costa Ricas. Moderer bekannte, dass er den Gipfel nach zweitägigem Aufstieg auf allen Vieren erklommen habe, nicht wissend, ob er es überhaupt schaffen würde. Denn die letzten Stunden des Aufstiegs, die in der völligen Dunkelheit der Nachstunden begonnen hatten, um der Hitze auszuweichen, stellten ihn auf eine schwere Probe. Moderer wanderte seinerzeit teils ohne Stirnlampe sowie nur im Lichtschein einer Mitreisenden über Stock und Stein bergauf, weil die Batterie sich geleert hatte. Die Lampe war tags zuvor im Rucksack versehentlich angegangen. Ein Abenteuer, dass ihm unweigerlich in den Sinn kommt, wenn er an Costa Rica zurückdenkt.



Dem Gipfel entgegen und endlich oben angekommen: Wilfried Moderer bestieg in Costa Rica gemeinsam mit Mitreisenden den höchsten Berg, den über 3800 Meter hohen Cerro Chirripó.                  Fotos: Wilfried Moderer






24.03.2022

GrundTreff-„Stricklieseln“ werden zu Elektrobus-Expertinnen
Mehrtagesfahrt mit unerwarteten Herausforderungen

Wittelsberg / Gersfeld (Rhön). Es sollte ein ganz beschauliches Wochenende mit Stricken und Geselligkeit werden. Zuletzt hat das auch geklappt. Aber die „Stricklieseln“ aus dem GrundTreff mussten eine ganze Reihe von unerwarteten Herausforderungen meistern, bis sie am Ziel ihrer Reise angekommen waren. Soviel schon mal vorweg: Von Wittelsberg bis nach Gersfeld in der Rhön waren die acht Frauen mit Unterbrechungen neun Stunden unterwegs.

Auf die Tour mit dem neuen Elektro-Bürgerbus des GrundTreff hatten sich die Teilnehmerinnen im Alter von 50 bis 79 aus der Gemeinde Ebsdorfergrund und aus dem Landkreis schon gefreut. Sonst treffen sie sich alle zwei Wochen in der gemeindlichen Begegnungsstätte in der Hirtenwiesenstraße, um gemeinsam ihrem Hobby zu frönen. Nun sollte ein Wochenende lang in der Rhön gemeinsam gestrickt werden.

Leiterin Elke Wind aus Leidenhofen hatte alles akribisch geplant und vorbereitet. Die „Stricklieseln“-Gründerin ist bekannt dafür, dass sie nichts dem Zufall überlässt. So hatte sie sich als ehrenamtliche Bürgerbus-Fahrerinnen auch schon mit dem Achtsitzer Opel Vivaro auseinandergesetzt und aufs erstmal ungewohnte Automatik-Getriebe eingestellt. Doch an diesem Tag Anfang März lief dann gar nichts nach Plan. Nach einem kurzen Abstecher auf den Frauenberg, um noch eine Teilnehmerin abzuholen, war die Akkuladung im Bürgerbus bei kräftigen Minusgraden schon so erheblich gesunken, dass die Frauen das Fahrzeug nochmal für eine halbe Stunde an die Ladesäule in der Hirtenwiesenstraße anschließen mussten. Mit einer Reichweite von 170 Kilometern ging es in Wittelsberg los – mit dem Ziel Petersberg bei Fulda. Dort hatte Elke Wind fürs Frühstück reserviert. Selbiges mussten die Strickerinnen absagen und sich stattdessen spontan in Alsfeld ein Lokal suchen. Denn als sie dort angekommen waren, zeigte der Bürgerbus nur noch eine Reichweite von 50 Kilometern an. Zeit, eine Ladesäule zu suchen.

Was das Aufladen von Elektro-Fahrzeugen und die Apps angeht, die man sich dazu aufs Smartphone laden muss, sind die acht Frauen nun Expertinnen. Denn nach einem dreistündigen Lade-Stopp in Alsfeld galt es unterwegs noch weitere Male, neue Ladesäulen zu finden, die dazugehörige App zu installieren und den Bus für die Weiterfahrt mit frischem Strom zu betanken. Zuletzt dann in Petersberg, wo es beim Discounter eine Schnelladesäule gab. So schafften die Frauen es dann nach einem diesmal nur halbstündigen Stopp bis nach Gersfeld.

„Trotz allem kam kein einziges Mal schlechte Laune auf. Wir haben das Miteinander genossen und es mit Humor genommen“, berichtet Elke Wind und lacht.

Nach einer so aufregenden Anreise war der Aufenthalt in Gersfeld im Hotel reinste Wellness und das Stricken ein ganz besonders erholsames Vergnügen. Elke Wind hatte alles fürs Herstellen von Eierwärmer-Pudelmützchen und dekorativen Osterhühnchen vorbereitet. So rückte das gemeinsame Handarbeiten beim Anfertigen von winzigen Mützenbommeln und baumelden Hühnerbeinen doch noch in den Mittelpunkt. Dabei waren die Teilnehmerinnen sich augenzwinkernd einig: Wenn sie doch nur einen zweiten Satz Hände hätten, dann könnten sie schneller stricken.

Die Rückfahrt traten die GrundTreff-„Stricklieseln“ dann ganz entspannt an. „Wir kannten uns ja nun aus mit den Kniffen der Elektromobiliät – und außerdem hatten wir inzwischen Plusgrade – das mag der E-Bus“, sagt Elke Wind lachend.


Zum Hintergrund: Der GrundTreff verfügt seit Januar dieses Jahres über einen Elektro-Bürgerbus, den das Land Hessen durch das Wirtschaftsministerium und die Stiftung Bürgerbus für den Gebrauch durch ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer bereitstellt. Mit dem Bus werden die Aktionen des GrundTreffs flankiert, er holt nicht mobile Teilnehmer zu Veranstaltungen ab und bringt sie auch wieder nach Hause. Info und Kontakt: Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533, E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de



Abfahrt mit dem Bürgerbus am GrundTreff: (von links) Anja Müller, Heike Ehrling, Irmgard Lemmer, Anke Mink, Cornelia Thiel, Heike Schick, Elke Wind und Dr. Friederike Damm.         Privatfotos

Mini-Pudelmützen als Eierwärmer und flauschige Hennen mit Baumelbeinen gehörten zu den Strickergebnissen des Rhön-Wochenendes.









Unterwegs von Wittelsberg nach Gersfeld in der Rhön mussten die GrundTreff-„Stricklieseln“ den Elektro-Bürgerbus mehrmals aufladen.







13.03.2022

Temperamentvolle Show mit Kabarettist Dietrich Faber
Kommissar Bröhmann kommt in den GrundTreff

Wittelsberg. Der GrundTreff in Wittelsberg wartet in seinem Frühlingsprogramm mit einem Veranstaltungshöhepunkt auf: Der Gießener Autor, Kabarettist und Musiker Dietrich Faber präsentiert am Samstag, 2. April, ab 20 Uhr in der kommunalen Begegnungsstätte in der Hirtenwiesenstraße seine aktuelle Show „Bröhmann - Die Zugabe!“. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Kabarettist Dietrich Faber füllt sonst auch große Hallen. So ist es für Wittelsberg ein echter Programm-Höhepunkt, wenn der Gießener Autor im April im GrundTreff das Allerschönste aus den sechs Bänden seiner Bestseller-Reihe präsentiert. Neben dem berühmten Vogelsberger Kommissar Henning Bröhmann lässt Faber viele weitere seiner Romanfiguren auf die Bühne stürmen und macht daraus eine wort- und musikreiche Performance. Somit geht Fabers Programm weit über eine klassische Lesung hinaus. In verblüffender Geschwindigkeit wechselt der Kabarettist die Rollen und Stimmen, erzählt, liest, spielt und singt von den alltäglichen Kämpfen des Lebens: zum Beispiel im angestrengt dynamischen Tangokurs für Paare, beim diktatorisch trainierten F-Jugend-Fußballturnier, im alufolien- und frauenbefreiten Grillsportverein, beim naturverbunden akademischen Holzmachen im Wald oder in der Rolle des atemberaubenden Ganz-Alleinunterhalters „Orgel-Willi“.

Faber greift auch zur Gitarre und lässt seine Paradefigur Manni Kreutzer die schönsten seiner folkig-bluesigen Countrysongs trällern. Ein „Lonesomer Wolf“, der sein Publikum mit schräger Komik und oberhessischer Alltagslyrik mitreißt.
2011 ist mit „Toter geht’s nicht“ der erste Band von Fabers Krimikomödien-Reihe rund um Kommissar Bröhmann erschienen, der auf Anhieb wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Mit dem im Herbst 2019 erschienen sechsten Roman „Sorge dich nicht, stirb!“ beendete Dietrich Faber seine Krimireihe. Die Show sei eine „Zugabe“, führt der Künstler aus und verspricht ein Programm „wie das Leben – witzig, traurig, überraschend, albern, ernsthaft und mit einem Abschied am Ende“.

Nach der Show gibt es eine Signierzeit mit Büchertisch. Lenis Buchladen aus Kirchhain bietet alle Bücher und Hörbücher der Bröhmann-Romanreihe vor Ort an.
Die Eintrittskarten gibt es ausschließlich im Vorverkauf zum Preis von 15 Euro. Verkaufsstellen sind der GrundTreff in Wittelsberg: mittwochs von 10 bis 12 Uhr, montags bis freitags vormittags nach telefonischer Absprache, während der Sprechzeit des Bürgerbüros im GrundTreff immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr sowie an der Infothek in der Gemeindeverwaltung Dreihausen zu den dortigen Öffnungszeiten.
Voraussichtlich gilt die 3G-Regel – je nach Stand der dann aktuellen gesetzlichen Bestimmungen. Impfnachweise müssen beim Einlass vorgezeigt werden.
Kontakt: Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de


Bildtext: Autor Dietrich Faber gastiert im GrundTreff mit seiner Show „Bröhmann – die Zugabe!“. Privatfoto








Fotovortrag über Costa Rica

Wilfried Moderer berichtet im GrundTreff über ein Traumland zwischen zwei Ozeanen
Nach erneuter Unterbrechung durch die Corona-Pandemie nimmt der GrundTreff in Wittelsberg sein Veranstaltungsprogramm wieder auf. Die erste Abendveranstaltung, zu der die kommunale Begegnungsstätte in dieser Frühjahrssaison einlädt, ist ein Fotovortrag mit Wilfried Moderer. Los geht es am Donnerstag, 17. März, um 19 Uhr. Die Veranstaltung endet gegen 21 Uhr. Eine Pause ist vorgesehen.
Wilfried Moderer kommt aus Dreihausen. Er ist im GrundTreff für seine Bildausflüge rund um den Globus bekannt. Im vergangenen Herbst berichtete der Reisedozent vor vollem Haus über seine Alpenüberquerungen zu Fuß. Nun bietet Moderer passend zum Frühling einen Vortrag, der Leichtigkeit und Lebenslust verheißt.
Pura Vida, das reine und einfache Leben: Die Costa Ricaner, Ticos genannt, haben es sich zur Grundeinstellung gemacht, das Tempo zu verlangsamen und den Moment zu genießen. Sie setzen auf Öko-Tourismus und bewahren so die Natur in ihrem Land, das an der Grenze zwischen Atlantik und Pazifik liegt. Es sei kaum möglich, sich nicht in die Naturparks mit und ihrer großen Vielfalt an tropischen Tieren und Pflanzen zu verlieben, sagt Wilfried Moderer. Er hebt hervor, dass die Ticos seit rund 70 Jahren ohne Armee leben und überaus friedliche Menschen seien. „Das alles hat mich fasziniert. Ich habe ein tolles Land mit sehr offenen Menschen kennengelernt.“
Während seines Vortrags wird der Reisedozent etwa 150 Motive aus Costa Rica zeigen und auch über seinen Aufstieg auf den Cerro Chirippo, einen 3820 Meter hohen Berg, berichten.
Die Bilderschau ist ein Beitrag zu der aktuell laufenden Veranstaltungsreihe von „Photo.Spetrum.Marburg“, die 33 Ausstellungen und Aktionen in Marburg und im Landkreis bietet. Mehr Infos dazu gibt es unter www.photo-spectrum-marburg.de
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Es gilt die 2G-Plus-Regel. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kontakt: Carina Becker-Werner, Geschäftsführung GrundTreff, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

PortraitModerer: Wilfried Moderer aus Dreihausen ist Weltenbummler und Reisedozent des GrundTreffs. In seinem nächsten Vortrag dreht sich alles um Costa Rica.                  Foto: Carina Becker-Werner / Gemeinde Ebsdorfergrund

 


Faszinierende Vulkanlandschaft: Costa Rica setzt auf Öko-Tourismus und begeistert Besucher mit seinen Naturparks. Privatfoto


Palmen und Meer: Der Costa-Rica-Fotovortrag entführt in ein tropisches Paradies zwischen zwei Ozeanen. Privatfoto



Exotische Tiere und Pflanzen: Costa Rica bietet eine große Artenvielfalt, zu der auch Leguane gehören.    Privatfoto




Beweglich bleiben: Neuer Qigong-Kurs im GrundTreff
In der kommunalen Begegnungsstätte GrundTreff in Wittelsberg beginnt am Dienstag, 22. März, ein kompakter Qigong-Kurs mit sechs Terminen. Kursleiter ist Markus M. Wagner von der Taiji-Akademie Marburg. Die Übungsstunde, die jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr läuft, steht unter dem Motto „Mit Leichtigkeit beweglich bleiben“ und richtet sich an alle Altersgruppen, vor allem an die ältere Generation. Die Termine:  22. März, 5., 12., 19. und 26. April sowie 3. Mai. Es gilt die 2G-Plus-Regel. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Kosten belaufen sich auf 55 Euro.
Kontakt: Begegnungsstätte GrundTreff, Carina Becker-Werner, Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de


Lust auf „Rummikub“: Spielenachmittag im Grundtreff läuft wieder an
Zum Frühlingsbeginn bietet der Grundtreff in Wittelsberg nach langer Unterbrechung durch die Corona-Pandemie erstmals wieder seinen Spielenachmittag an. Los geht es am Mittwoch, 23. März, um 14 Uhr im Wintergarten des GrundTreffs. Mit „Rummikub“ und anderen Gesellschaftsspielen wollen Organisatorin Elfriede Staubitz und ihre Mitspieler vergnügliche Stunden in der gemeindlichen Begegnungsstätte in der Hirtenwiesenstraße verbringen. Alle, die Interesse an Geselligkeit und am Spielen haben, sind willkommen. Einer Anmeldung bedarf es nicht, „wer Lust hat, mit dabei zu sein, kann einfach bei uns reinschauen“, wirbt Elfriede Staubitz. Der Eintritt ist frei. Nach diesem ersten Termin soll der Spielenachmittag wöchentlich oder alle zwei Wochen eingerichtet werden – je nach Interesse der Teilnehmer. Für die Veranstaltung gilt die 3-G-Regel. Impfnachweise müssen mitgebracht werden.
Der GrundTreff organisiert mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern einen Fahrdienst. Spielebegeisterte, die zu dem Treffen kommen wollen und keine Fahrmöglichkeit haben, können sich mit dem Elektro-Bürgerbus des GrundTreffs abholen lassen. Dafür ist eine Anmeldung bis zum Montag, 21. März, erforderlich. Kontakt: Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführerin, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de


Erzählcafé öffnet wieder seine Pforten
In der kommunalen Begegnungsstätte GrundTreff in Wittelsberg öffnet am Freitag, 25. März, von 16 bis 17.30 Uhr erstmals nach erneuter Corona-Pause wieder das Erzählcafé „Mir schwätze Platt“ mit Hans-Werner Sauer seine Pforten. Es gibt Kaffee und Kuchen für die Besucher. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch und die Liebe zur Mundart. Dialektbegriffe werden gesammelt und erläutert. Alle Interessierten sind willkommen. Es gilt 3G.


„Sticklieseln“ läuten den Frühling ein
Handarbeit liegt voll im Trend. Auch im GrundTreff in Wittelsberg, wo die „Stricklieseln“ seit Jahren eine etablierte Gruppe sind. Alle zwei Wochen freitagsnachmittags treffen sich an die zehn strickbegeisterte Frauen im Wintergarten der kommunalen Begegnungsstätte und lassen gemeinsam die Nadeln klappern. „Mitmachen können alle, die rechte und linke Masche stricken können“, sagt Elke Wind aus Leidenhofen, die die Gruppe gegründet hat und anleitet. Sie lässt sich stets neue Strickprojekte einfallen, oft jahreszeitlich passend. Oder die Teilnehmerinnen arbeiten an dem weiter, „was sie gerade auf der Nadel haben“, erklärt Wind, die gern hilfreich zur Seite steht. Gehäkelt wir mitunter auch.
Am Samstag, 23. April, von 10 bis 14 Uhr, steht bei den „Stricklieseln“ ein besonderes Event an, das Frühlingsstricken. Thema: Was mache ich mit meinen Wollresten? Jeder könne seine aktuelle Strickarbeit mitbringen und daran weitermachen, sagt Elke Wind, die mit ihren Strickerinnen und Gästen in gemütlicher Runde dem gemeinsamen Hobby nachgehen will. Der Austausch und ein Frühstück, zu dem jeder etwas beitragen kann, stehen neben der Handarbeit im Mittelpunkt.
Die „Stricklieseln“ sind eine offene Gruppe, in der neue Teilnehmer jederzeit willkommen sind. Das gelte für alle Altersgruppen, auch für ältere Kinder, betont die Leiterin. Mitzubringen sind Wolle, Strick- oder Häkelnadeln. Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich pro Termin auf 3 Euro. Die nächsten Freitags-Termine sind: 18. März, 8. April, 22. April, 6. Mai, 13. Mai. Interessierte können ohne Anmeldung einfach vorbeischauen. Es gilt die 2G-Plus-Regel.
Eine Anmeldung zum Frühlingsstricken ist erforderlich. Kontakt: Begegnungsstätte GrundTreff, Carina Becker-Werner, Geschäftsführung, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

10.02.2022

Impfaktion im GrundTreff in Wittelsberg

Von Erstimpfung bis Booster

Auf Einladung der Gemeinde Ebsdorfergrund war das mobile Impfteam von Landkreis, DRK und Johannitern am vergangenen Sonntag in der kommunalen Begegnungsstätte GrundTreff in Wittelsberg zu Gast. Über den Tag verteilt nutzten 20 Menschen das Angebot. „Schade, dass nicht noch mehr Leute zur Corona-Schutzimpfung gekommen sind“, bilanzierte GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner, hob aber vor allem hervor, dass jeder einzelne zähle, „zum eigenen Schutz und zum Schutz der anderen.“
Schülerin Selma Ludwig aus Wittelsberg war am Sonntag die Erste, die zur Impfung kam. Der Booster hatte der 14-Jährigen noch gefehlt - und der kurze Weg von daheim in den GrundTreff hatte die Entscheidung an diesem Tag leicht gemacht. Der Rest der Familie sei schon durchgeimpft, berichtete Mutter Regina Ludwig. Ihre Tochter war froh, es nach einem kurzen Piks hinter sich zu haben. „Die letzten Male waren schlimmer“, sagte Selma Ludwig und freute sich, wieder ein Stück besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt zu sein. Die Familie sei bislang gut durch die Pandemie gekommen, „ohne Erkrankung und ohne Quarantäne“, berichteten Mutter und Tochter. Auf die vielen Einschränkungen habe sie sich inzwischen eingestellt, sagte Selma Ludwig: „Aber es wäre schon toll, einfach mal wieder machen zu können, worauf man gerade Lust hat.“

Impflinge froh über „den kurzen Weg“

Das mobile Impfteam, bestehend aus fünf Frauen und Männern, berichtete zum Ende der Impfaktion von mehreren jüngeren Impflingen. Ansonsten kamen überwiegend Ü-50-Jährige in den GrundTreff. Drei Viertimpfungen wurden vorgenommen, zumeist aber Dritt- und Zweitimpfungen. Erstimpfungen waren keine dabei. Vom geringen Andrang war das Team etwas enttäuscht, aber generell seien die Zeiten mit hunderten schlangestehenden Impfbereiten eher vorbei. Da es nun vielfältige Impfangebote gebe, entzerre sich alles. Zum Impfteam gehörten die beiden medizinischen Fachanstellten Theresa Brömer aus Fronhausen und Laura Hollfelder aus Marburg. Als Verwaltungsangestellte waren Michael Lorenz aus Gladenbach-Weidenhausen und Lisa Marie Krug aus Wehrda dabei. Als Arzt stand Philipp Rieger aus Kirchhain den Impfwilligen Rede und Antwort.

Zu den jüngeren Impflingen gehörte an diesem Tag auch Kjell Thormann aus Rauischholzhausen. Der 16-Jährige war ebenfalls für die Booster-Impfung in den GrundTreff gekommen. Die Spritze sei „kaum schmerzhaft“ gewesen, sagte der Schüler. „Für die Vorteile, die die Impfung bringt, nehme ich das in Kauf, auch, wenn es Nebenwirkungen geben sollte.“ Für den 16-Jährigen war die Impfaktion in Wittelsberg eine gute Gelegenheit, schon früher als geplant an eine dritte Impfung zu kommen, denn sein Termin beim Hausarzt wäre erst in zwei Wochen gewesen. „Das ging hier wirklich schnell und dazu noch in angenehmer Atmosphäre“, würdigte Mutter Katja Thormann das Angebot im GrundTreff.

Von der Zweit- bis zur Viertimpfung

Ajsat Tembulatow ließ sich am Sonntag die zweite Spritze der Corona-Schutzimpfung geben. Die 30-Jährige aus Wittelsberg hatte sich lange davor gescheut, da sie als Mutter zweier kleiner Töchter nicht ausfallen wollte. Nach der ersten Impfung hätten die Nebenwirkungen sie für ein paar Tage beeinträchtigt, und da sie sich noch in der Stillzeit befinde, habe sie weitere Impfungen vor sich hergeschoben. „Nun war meine Sorge, zu erkranken, aber doch größer geworden als die Angst vor der Impfung.“ Zudem benötige sie den höheren Impfstatus, um nach Moskau reisen zu dürfen. Die 30-Jährige hat in der russischen Hauptstadt Zahnmedizin studiert und braucht nun Unterlagen von dort für ihre Approbation hier. Als Ärztin wolle sie gemeinsam mit ihrem Mann - auch er ist Zahnarzt - in Marburg praktizieren. Über das sonntägliche Impfangebot und den kurzen Weg war Ajsat Tembulatow froh, denn sie wollte schnell wieder zurück zu ihren Kindern.
Für die Fahrt zur Impfaktion hatte der GrundTreff mit seinem neuen Elektro-Bürgerbus einen Bringdienst angeboten, der jedoch nicht in Anspruch genommen wurde. GrundTreff-Geschäftsführerin Becker-Werner warb für den neuen Bürgerbus, einen weißen Achtsitzer von Opel, den aufmerksame Bürger nun schon dann und wann auf den Straßen der Gemeinde entdecken könnten. Er soll, sobald die Situation es wieder zulässt, rund um die Angebote des GrundTreffs im Einsatz sein und die Besucher abholen und wieder nach Hause bringen. Interessierte, die sich als Bürgerbus-Fahrer einbringen wollen, sind herzlich eingeladen, sich im GrundTreff zu melden unter Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter) oder per E-Mail an: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Laura Hollfelder vom mobilen Impfteam gibt der 14-jährigen Selma Ludwig aus Wittelsberg die Spritze zur Corona-Schutzimpfung.





Für das mobile Impfteam von Kreis, DRK und Johannitern waren am Sonntag im GrundTreff im Einsatz: (von links) Theresa Brömer, Laura Hollfelder,  Michael Lorenz,  Lisa Marie Krug und Philipp Rieger.

Fotos: Carina Becker-Werner / Gemeinde Ebsdorfergrund

27.01.2022

Sonntags-Impfaktion in Wittelsberg

Neuer Elektro-Bürgerbus bringt Impfwillige zum GrundTreff

Am Sonntag, 6. Februar, ist von 10 bis 17 Uhr das mobile Impfteam von Landkreis, Rotem Kreuz und Johannitern im GrundTreff in Wittelsberg im Einsatz. Alle Corona-Schutzimpfungen werden angeboten, alle Impfwilligen sind willkommen und können jederzeit zur Impfung kommen – kostenlos und ohne Anmeldung.

Das Angebot wird vom Team des GrundTreffs mit einem Bustransfer begleitet, der nicht mobile Bürger daheim abholt, zur Impfung bringt und auch wieder nach Hause fährt. Auch dieser Service ist kostenlos. Im Bürgerbus gilt die 3-G-Regel, also nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete (bitte Nachweis mitführen) dürfen mitfahren. Eine medizinische Schutzmaske ist in allen Fällen Pflicht und unumgänglich.

Bei dem Bus handelt es sich um den neuen Elektro-Bürgerbus Opel Vivaro des GrundTreffs, der vom Land Hessen bereitgestellt wurde, um ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. Entsprechend wird der Achtsitzer auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern der gemeindlichen Begegnungsstätte gefahren.

Für den Bustransfer ist eine Anmeldung erforderlich. Abholung und Rückfahrt sind innerhalb des Zeitraums von 10 bis 17 Uhr möglich.

Anmeldung für den Bustransfer bitte bis spätestens Donnerstag, 3. Februar, 11 Uhr bei GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter) oder per E-Mail an grundtreff@ebsdorfergrund.de


16.01.2022

Land stellt Elektro-Bürgerbus für den GrundTreff bereit

Opel Vivaro-e Kombi im Wert von rund 43.000 Euro rollt durch die Gemeinde

25 neue Opel-Elektrobusse des Models Vivaro-e Kombi sind in Hessen als Bürgerbus im Einsatz, einen davon hat der GrundTreff in Wittelsberg bekommen. Der weiße Achtsitzer im Wert von rund 43.000 Euro wurde samt Ladesäule vom Land Hessen finanziert, nachdem die Gemeinde Ebsdorfergrund den Zuschlag von der Stiftung „Miteinander in Hessen“ bekommen hatte.

Die Zusage für den Bus erhielt der GrundTreff im September 2021. Die gute Nachricht von der Bürgerbus-Servicestelle, dass der Vivaro-e nun übergeben würde, kam für das Team der kommunalen Begegnungsstätte wie gerufen. Das Fahrzeug mit Hessen-Logo rollte am Dienstag, 11. Januar, in Wittelsberg an – einen Tag nachdem die Steuerungsgruppe des GrundTreffs endgültig entschieden hatte, dass der für 30. Januar geplante Winterauskehrmarkt aufgrund von Corona würde ausfallen müssen. „Dass der Bus jetzt da ist, ermutigt uns noch zusätzlich, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen“, sagte Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz am Freitag, 14. Januar, anlässlich der Vorstellung des Elektro-Fahrzeugs. Er versprach: „Den Bus nehmen wir als Vorschau auf das, was wir im GrundTreff alles machen werden, sobald sich die Lage wieder etwas entspannt hat.“ Im Vordergrund werden dabei Gemeinschafts-Angebote für die erfahrene Generation der Ü-50-Jährigen stehen, wie die Begegnungsstätte sie seit bald sechs Jahren erfolgreich organisiert – die Unterbrechungen durch Corona mal außen vor gelassen.

Der weiße Vivaro-e ist einer von aktuell 25 Modellen, die das Land durch das Wirtschaftsministerium für den bürgerschaftlichen Einsatz in Hessen bereitstellt. Seit 2018 sind es einschließlich der gerade laufenden Auslieferung insgesamt 85 Busse, die auf diese Weise dem ehrenamtlichen Engagement zugeführt wurden - um Lücken im öffentlichen Nahverkehr abzufedern oder um es solchen Zentren wie dem GrundTreff zu ermöglichen, ältere Menschen für Veranstaltungen abzuholen und heimzubringen. Der Bus verfügt über eine Trittstufe, die zum einfachen Ein- und Aussteigen verhelfen soll. Das Fahrzeug hat 136 PS und laut Hersteller eine Reichweite von 231 Kilometern.

„Wir sind froh, dass dank unseres Elektrobusses in Zukunft auch neue Gäste dabei sein können, die bislang keine Möglichkeit hatten, hierher zu kommen“, sagte GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner und informierte darüber, dass einige Kleingruppen wie Stricklieseln oder Seniorentanz in der Begegnungsstätte in der Hirtenwiesenstraße weiterliefen, größere Aktionen derzeit aufgrund der angespannten Lage aber nicht möglich seien. „Besonders unsere Essenangebote werden vermisst – das GrundTreff-Frühstück und das gemeinsame Mittagessen.“ Das Zentrum werde die etablierten Angebote schnellstmöglich wieder einrichten, „mit tatkräftiger Hilfe unserer Ehrenamtlichen, ohne die geht hier gar nichts“, betonte Becker-Werner und würdigte alle jene, die sich im GrundTreff engagieren.

Den Zuschlag für den Bürgerbus hatte der GrundTreff durch die Stiftung „Miteinander in Hessen“ bekommen. Es handelt sich um eine Landesstiftung, die ehrenamtliches Engagement fördert. Um das Konzept für die Nutzung des Bürgerbusses hatte sich die ehemalige GrundTreff-Geschäftsführerin Elke Siebler verdient gemacht, die nach einer Abordnung zur Gemeinde Ebsdorfergrund vergangenes Jahr wieder zur Stadt Marburg zurückkehrte.

Fahrer und Sponsoren gesucht

Da Corona das öffentliche Leben erneut weitgehend lahmgelegt hat, widmet sich das GrundTreff-Team nun solchen Ideen, wie der Bus schon kurzfristig in der Gemeinde unterwegs sein könnte. Eine Vorstellungs-Tour über die Dörfer käme infrage oder womöglich auch Fahrten zu Booster-Terminen für die Coronaschutzimpfung. Gesucht werden Frauen und Männer, die sich als Fahrer engagieren wollen. Sobald ein Team von Fahrern aufgebaut werden kann, wird die Landesstiftung die Kosten für den Erwerb von Personenbeförderungsscheinen und Fahrsicherheitstrainings übernehmen.

Der Bus mit der Aufschrift „Bürgerbus“ steht der Gemeinde für fünf Jahre zur Verfügung und darf auch an die Bürgerhilfe Ebsdorfergrund ausgeliehen werden. Für die Betriebskosten muss die Kommune selbst aufkommen, deshalb werden Sponsoren gesucht, die den GrundTreff-Bürgerbus unterstützen und im Gegenzug eine Werbung bekommen.

Kontakt und Information: Carina Becker-Werner, GrundTreff-Geschäftsführerin, Telefon 06424/3533 (vormittags oder Anrufbeantworter), E-Mail: grundtreff@ebsdorfergrund.de

Fotos: GrundTreff_Bürgerbus1 bis 4

Das Team des GrundTreffs präsentierte den neuen Elektro-Bürgerbus gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Schulz (Zweiter von links) und GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner (Zweite von rechts) sowie Heike Schick, Leiterin des Fachdiensts Soziales, Senioren und Kindertagesstätten (vorn im Bürgerbus) und den Steuerungsgruppen-Mitgliedern Rudi Claar (links), Elke Wind (hinten im Bus) und Wilfried Moderer (rechts). Fotos: Gemeinde Ebsdorfergrund


Der weiße Elektro-Vivaro von Opel rollt demnächst als GrundTreff-Bürgerbus durch die Gemeinde. Man erkennt ihn am Bürgerbus-Schriftzug und dem Logo der Stiftung „Miteinander in Hessen“.




16.01.2022

Adventssticken

Adventsstricken
211212_Bericht-Adventsstricken.pdf (736.83KB)
Adventsstricken
211212_Bericht-Adventsstricken.pdf (736.83KB)



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5.12.2021

Jahresrückblick und Ausblick auf 2022

Liebe GrundTreff-Besucher und Besucherinnen!

Die Feiertage rücken näher, das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu. „Zum Glück“, wird mancher sagen oder denken. Für unseren GrundTreff war es erneut ein Jahr, das überwiegend durch die Corona-Pandemie bestimmt wurde. Überwiegend, aber nicht nur. Zwar musste die Begegnungsstätte in Wittelsberg bis September geschlossen bleiben. Doch dann kehrten binnen kurzer Zeit viele der erfolgreichen Gruppenangebote zurück – von den Stricklieseln über Seniorentanz und Yoga bis hin zu Qigong, Gedächtnistraining und Erzählcafé. Endlich wieder Leben im GrundTreff.

Die engagierten Ehrenamtlichen, die das Herz unseres Zentrums sind, waren froh, mit ihren Gruppen wieder starten zu können. Danke für diesen unermüdlichen Einsatz! Er wird belohnt von den Teilnehmenden, sie kehrten gern zurück und waren glücklich, dass ihnen vor Ort wieder Abwechslung und Geselligkeit geboten wurde.

Ab September hat Carina Becker-Werner als neue Leiterin die Geschäfte im GrundTreff übernommen und stetig daran gearbeitet, bewährte Angebote in das Zentrum für die erfahrene Generation zurückzuholen. Neue Programmpunkte kamen hinzu. Ein Training mit der Polizei für Senioren und Seniorinnen, die nun besser vor Betrügern gewappnet sind, war auf Anhieb ausgebucht und soll im kommenden Jahr erneut stattfinden. Die Hörtheatrale Marburg spielte vor ausverkauftem Haus den Sherlock-Holmes-Klassiker „Der Hund von Baskerville“. Und Reisedozent Wilfried Moderer berichtete in einem vollbesetzten Forum über seine beiden Alpenüberquerungen.

Dann kam die vierte Pandemiewelle und hat unsere Pläne vorerst hinfällig gemacht. Vorerst, denn das Team des GrundTreffs wirkt im Hintergrund weiter und bereitet das Programm fürs kommende Jahr vor. Als Gemeinde Ebsdorfergrund sind wir davon überzeugt, dass das richtig so ist: weitermachen und nicht den Kopf in den Sand stecken. Das Leben vor Ort soll soweit wie möglich angenehm und lebenswert bleiben, auch, wenn Corona uns Einschränkungen bringt.

Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass Gruppenangebote und besondere Programmpunkte im GrundTreff wieder aufgenommen werden können, sobald die Corona-Situation es zulässt. So haben Leitung und Ehrenamtliche auch entschieden, am Termin für den Winterauskehrmarkt festzuhalten. Am Sonntag, 30. Januar 2022, 11 bis 17 Uhr, soll sich das Zentrum in der Hirtenwiesestraße samt Außengelände in einen Marktplatz für Kunsthandwerker, Kunstschaffende und Direktvermarkter verwandeln. Bitte merken Sie sich den Termin vor, bitte werben Sie für unsere Veranstaltung und kommen Sie vorbei zum Schauen, Staunen, Kaufen, zum Mittagessen und zum Kaffeetrinken. Wir werden den Gesundheitsschutz von Besuchern und Helfern ernst nehmen, versprochen!

Nun drücken Sie mit uns die Daumen, dass sich die Lage bis Ende Januar soweit entspannt, dass wir unseren Winterauskehrmarkt ausrichten können. Der ursprüngliche Gedanke dieser Veranstaltung ist, in der sonst eher ruhigen Zeit zwischen Neujahr und Fasching das Leben daheim im Grund abwechslungsreicher zu gestalten. Das wird im kommenden Jahr umso mehr zutreffen, da wir zu dem Zeitpunkt mit etwas Glück die eine oder andere Einschränkung durch die vierte Corona-Welle bereits hinter uns haben.

Hoffen und wünschen wir uns gemeinsam ein entspannteres Jahr 2022! Ein gesünderes neues Jahr außerdem und dazu eines, das die Menschen wieder mehr zusammenbringt. Das GrundTreff-Team freut sich sehr darauf, mit einem neuen attraktiven Programm für alle Ü50er und solche, die es werden wollen, da zu sein.

Frohe Weihnachten und alles Gute fürs neue Jahr wünschen

Andreas Schulz Carina Becker-Werner

Bürgermeister Geschäftsführerin GrundTreff


29.11.2021


02.11.2021

Hörtheatrale beeindruckt Wittelsberger Publikum

Gespenstischer Abend im GrundTreff

Die Hörtheatrale Marburg bot am vergangenen Freitag (29. Oktober) im GrundTreff in Wittelsberg vor ausverkauftem Haus ein mitreißendes Live-Hörspiel des Sherlock-Holmes-Klassikers „Der Hund von Baskerville“. Das Publikum verfolgte beeindruckt, wie vier Schauspieler den Figuren des Stücks ihre ganz individuellen Charaktere verliehen. Gruseln und Lachen wechselten sich ab.

Mithilfe von Nebel, Sound- und Lichteffekten verwandelte sich das Forum im GrundTreff in eine gespenstische Nacht des Jahres 1902 im Dartmoor, England. Die Schauspieler Christine Reinhardt, Daniel Sempf, Stefan Gille und Michael Köckritz nahmen die Zuschauer mithilfe von subtiler Schauspielkunst mit auf die Reise zum Landsitz der Baskervilles. Sir Henry Baskerville ist vom Tode bedroht durch eine hundeähnliche Bestie, die schon seine Vorfahren durchs Moor gehetzt haben soll. Sherlock Holmes und Dr. Watson ermitteln, um den letzten lebenden Baskerville vor diesem Schicksal zu retten.

Durch die Kraft ihrer Stimmen und Mithilfe von ganz wenigen, geschickt eingesetzten Requisiten wie Brille oder Hut stellten die Schauspieler die insgesamt 18 Figuren des Stücks dar. Die Zuhörer waren am meisten beeindruckt, wenn es in den Szenen einen schnellen Wechsel zwischen den Figuren gab. So faszinierte Michael Köckritz im Dialog mit sich selbst, als er in einer Szene zum einen den freundlichen Sir Henry Baskerville mit amerikanischem Akzent gab, und zum anderen Sir Henrys Widersacher, den charismatischen Botaniker Jack Stapleton. Lacher waren ihm immer dann garantiert, wenn er ausdauernd kläffend Dr. Mortimers Spaniel Luna gab. Man hätte glauben können, es wäre tatsächlich ein Hund im Saal.

Stefan Gille als überzeugender Sherlock Holmes wechselte fließend zwischen den Rollen des abgebrühten und unnahbaren Detektivs und des anbiedernd näselnden Butlers John Barrymore, obwohl die Charaktere nicht unterschiedlicher hätten sein können. Christine Reinhardt hatte neben der nervös wimmernden Hausdienerin Eliza Barrymore noch zwei weitere Frauenrollen im Repertoire, außerdem den Arzt James Mortimer und einen frechen Botenjungen. Von der Dienerin mit Strohhut hin zum Rotzlöffel mit Kappe gelangen ihre Wechsel so schnell und spielerisch, dass die Zuhörer nur staunen konnten.

Daniel Sempf gab einen nahbaren und sympathischen Dr. John Watson, immer hilfreich und vermittelnd zwischen den Figuren des Stücks. Zudem war er, so wie in den Holmes-Erzählungen üblich, der unverzichtbare Sprecher. Immer wenn es dunkel wurde im Saal, führte Watson durch ein erzählerisches Stück zur nächsten Szene. So blieb die Handlung leicht und nachvollziehbar für die Zuhörer.

„Der Hund von Baskerville“ ist ein Klassiker im Programm der Hörtheatrale, die sonst in Marburg im Lomonossow-Keller spielt. Eine Förderung des Kultusministeriums hatte es für den GrundTreff erschwinglich gemacht, das Ensemble nach Wittelsberg zu holen. Mehr als 70 Zuhörer verfolgten das Stück und applaudierten zum Schluss langanhaltend.

„Das war nach so langer Corona-Pause wirklich eine erfrischende und sehr spannende Vorstellung“, freute sich Besucher Kamuran Demir (40) aus Rauischholzhausen. Simon Feuer, mit 13 Jahren der jüngste Gast des Live-Hörspiels, war beeindruckt von der schauspielerischen Leistung, „dass nur mithilfe von Mini-Requisiten wie Pfeife und Hut gleich eine neue Figur entsteht“.

GrundTreff-Geschäftsführerin Carina Becker-Werner freute sich darüber, dass die erste größere Veranstaltung nach mehr als einem Jahr Pause direkt zu einem Publikumserfolg geworden war. Die Karten waren schon im Vorfeld ausverkauft. „Wir hoffen sehr, dass wir die Hörtheatrale im kommenden Jahr wieder begrüßen dürfen und dass das Kultusministerium diese Landpartien weiterhin fördert, denn so können wir hochkarätige Kulturveranstaltungen in den ländlichen Raum holen, der dadurch sehr aufgewertet wird.“

Infos über das Programm des GrundTreffs gibt es im Internet unter www.grundtreff.de



Michael Köckritz (von rechts) als Jack Stapleton im Dialog mit Daniel Sempf als Dr. John Watson. Im Hintergrund Stefan Gille (Sherlock Holmes) und Christine Reinhardt (Dr. Mortimer).

Fotos: Gemeinde Ebsdorfergrund / Carina Becker-Werner



Christine Reinhardt (von links) als Dr. James Mortimer und Stefan Gille als Sherlock Holmes verfolgen gespannt, wie Daniel Sempf als Dr. John Watson einen Spazierstock auf Hinweise untersucht.

 


Senioren sind gegen Betrüger gewappnet

Kriminalpolizeilicher Berater Jan-Oliver Karo legte im Grundtreff die Tricks von Verbrechern offen

Die Besucher der Enkeltrick-Info-Veranstaltung, die am Mittwoch, 20. Oktober 2021, in den Grundtreff nach Wittelsberg kamen, gehen so schnell keinem Betrüger mehr auf den Leim. Mit dem Kriminalpolizeilichen Berater Jan-Oliver Karo spürten 25 Männer und Frauen den Maschen nach, mit denen Ganoven gutgläubige Menschen um Geld und Wertsachen bringen.

Jan-Oliver Karo gelang es schnell, eine lockere Atmosphäre zu schaffen und seine Zuhörer mitzunehmen. Wenngleich es sich um ein heikles und oftmals schambesetztes Thema handelte, tauten die überwiegend älteren Teilnehmer schnell auf und gaben eigene Erlebnisse preis. Von einem Autodiebstahl wurde berichtet, von der angeblich schwangeren Frau, die an der Haustür um ein Glas Wasser bittet und dann die Handtasche aus dem Flur mitnimmt, vom Geldbeutel-Diebstahl im Supermarkt und von vielen Terror-Anrufen, mit denen Betrüger-Banden die Menschen quälen und um ihren häuslichen Frieden bringen würden. Karo machte ganz klar: „Wenn Ihre Nummer erstmal bekannt ist bei Betrügern und Sie 30 oder gar 40 Mal am Tag von einem Telefoncomputer angerufen werden, dann hilft nur noch: Anschluss kündigen und eine neue Nummer beantragen.“

Viertstellige Nummern führen Betrüger zu ihren Opfern

Doch soweit müsse es nicht kommen. „Nicht leichtfertigt die Haustür öffnen, gar nicht erst am Telefon in ein Gespräch verwickeln lassen und vor allen niemals persönliche Informationen gegenüber Fremden preisgeben“, legte Karo den Schwerpunkt auf die Prävention. „Und scheuen Sie sich niemals, die 110 zu wählen.“  Diese Nummer sei zwar dem Notfall vorbehalten, dürfe aber auch von verunsicherten Bürgern, die eine Straftat befürchteten, jederzeit gewählt werden – gerade von den älteren Mitmenschen, die eine einfache Rufnummer bräuchten.

Problematisch sei, dass die Menschen sich noch vor wenigen Jahren ganz selbstverständlich in Telefonbücher eintragen ließen. Mit Telefonnummern und den dazugehörigen Vor- sowie Nachnamen, möglicherweise noch mit Angaben zum Beruf sowie den Möglichkeiten des Internets ließen sich ganze Leben rekonstruieren. Betrüger bauten am Telefon auf Basis dieser Infos ihre Legenden auf. „Sie hören kurz zu und schon kommen Sie aus der Geschichte nicht mehr raus“, mahnte Karo, sich gar nicht erst auf Telefongespräche mit Fremden einzulassen. „Einfach auflegen.“

Die so genannten Enkeltrick-Betrüger wüssten schon anhand der aus früheren Zeiten stammenden vierstelligen Telefonnummern und aufgrund von Vornamen, die älteren Männern und Frauen zugeordnet werden könnten, dass es sich um potenzielle Opfer handele, die man mit perfiden Schauergeschichten aus der Reserve locken könne. „Da kann es sich um die Enkeltochter handeln, die angeblich betrunken jemanden totgefahren hat und nun bei der Polizei festsitzt oder um den Enkelsohn, der im Krankenhaus liegt und eine lebensnotwenige Behandlung benötigt, aber dazu muss erst eine Barzahlung erfolgen.“ 

Grundtreff will Infoveranstaltung wiederholen

Der Berater legte seinen Zuhörer nahe, sich auf nahestehende Menschen zu verlassen, mit Familienangehörigen Rücksprache zu halten und auch Bankangestellten zu vertrauen, wenn diese sich weigerten, eine Geschichte zu glauben und Geld herauszugeben.

Zuhörer Helmut Vahl regte an, sich schon in jüngeren Jahren bei noch guter geistiger Fitness nützlich Abwehrreaktionen anzutrainieren. Bei ihm daheim in Cölbe liefen alle Anrufe zunächst auf den Anrufbeantworter, „es sei denn, die Nummer ist uns bekannt und wir haben sie abgespeichert.“

Der Grundtreff hatte die Veranstaltung auf eine Anregung aus der Bevölkerung organisiert. „Sich sicher zu fühlen trägt zu hohen Lebensqualität vor Ort bei, die wir als Gemeinde Ebsdorfergrund stärken wollen“, sagte Carina Becker-Werner, Geschäftsführerin des Wittelsberger Begegnungszentrums. Die Veranstaltung mit Jan-Oliver Karo solle im Grundtreff zum wiederkehrenden Element werden.

Während der Veranstaltung machte ein Team des Hessischen Rundfunks Aufnahmen fürs Fernsehen. Der Beitrag aus dem Grundtreff war am vergangenen Samstag in der Hessenschau zu sehen und kann in der Mediathek abgerufen werden unter dem Titel „Neue Enkeltrickwelle in Hessen“ (Link: https://www.hessenschau.de/tv-sendung/neue-enkeltrick-welle-in-hessen,video-161238.html)


Im Wintergarten des Grundtreffs in Wittelsberg informierten sich die Zuhörer über Betrugsmaschen. Im Hintergrund: Fürs Hessenfernsehen filmte Ralf Wirth.



Eine wichtige Schutzredaktion ist das gesunde Misstrauen. Dieser Pappaufsteller der Polizei kann am Telefon seinen Platz finden als ständige Erinnerung daran, dass Betrüger auf diesem Weg oftmals gerade ältere Menschen um den Finger wickeln.

Fotos: Gemeinde Ebsdorfergrund / Carina Becker-Werner

Der Kriminalpolizeiliche Berater für Marburg-Biedenkopf, Jan-Oliver Karo, setzt auf Aufklärung. Er schützt Senioren durch Information davor, Opfer von Betrügern zu werden.





Ein Wort-Schatz wird verewigt

Im GrundTreff entstand ein Buch zum heimischen Platt

Dialekte sterben aus, zumindest der in unserer Region. Ihn vor dem Vergessen zu bewahren, ist wichtig, das meint auch Bürgermeister Andreas Schulz. Er betonte bei der Präsentation des Buches „Mer schwätze platt“: „Das ist ein Schatz, der verewigt wurde“. Frisch aus der Druckpresse wurde das Buch am Freitag, dem 17. Juni auf der GrundTreff Terrasse in Wittelsberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Anwesend waren knapp zwanzig Mitwirkende. Dies sind die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung Erzählcafé „Mer schwätze platt“, die seit Eröffnung des GrundTreffs regelmäßig stattfindet. Fast vier Dutzend Frauen und Männer haben in wechselnder Teilnahme unter der Regie des Wittelsbergers Hans-Werner Sauer seit dem ersten Treffen am 11.03.2016 bis Ende 2019 fast vergessene Wörter aus dem heimischen Dialekt gesammelt. Sauer hat diese dann nach Themen unterteilt, die im Buch wiederum in alphabetischer Abfolge erscheinen. So kann man etwa nach Begriffen zum Thema Essen, Landwirtschaft oder Tracht suchen. Insgesamt sind es 56 Inhaltselemente, die 60 Seiten füllen. Die Wörter wurden zudem ins Hochdeutsche übersetzt und entsprechend ihrer Funktion oder Gemeinsamkeit geordnet. Auch Gedichte, Bauernregeln oder Redewendungen haben in dem Buch einen Platz bekommen. „Es ist also kein Lexikon im klassischen Sinne, vielmehr soll durch diese neue Form der Zusammenstellung zum Lesen animiert werden“, so Sauer in seinem Vorwort. In der Hauptsache basiert das Din A5 Büchlein auf dem Teil des Dialekts, der fast vergessen ist, wobei der Übergang zu dem noch gesprochenen Platt fließend ist. „Weil die Aussprache in den einzelnen Ortsteilen und Nachbargemeinden zum Teil Unterschiede aufweist, wurde im Zweifelsfall die Wittelsberger Ausdrucksweise gewählt“, so das Vorwort. Hans Werner Sauer erklärte, dass das Buch keinen Anspruch auf eine komplette Abdeckung der Themen erhebe. „Es ist klein, aber fein und mit ganz großem Inhalt“, warb er beim Pressetermin. 5000 Euro nahm die Gemeinde in die Hand, damit das Vorhaben realisiert werden konnte und auch das Erzählcafé half bei der Finanzierung mit. Für den Bürgermeister war klar, dass das Buch viele Liebhaber und Abnehmer finden werde und die Investition unter dem Strich nur zur Realisierung des Projekts gebraucht wurde.

Gestaltet wurde es vom Büro Wortbild aus Hachborn. Die Agenturinhaberin Martina Becker erklärte, dass die Gestaltung an das Thema angelehnt bewusst schlicht gewählt wurde und die Bebilderung mit Fotos aus vergangener Zeit von Menschen aus dem Ebsdorfer Grund das Thema des Buches besonders schön unterstreiche. Sie dankte insbesondere dem Heimatverein Hachborn für die zahlreich zur Verfügung gestellten Fotos. „Auch die Sepia Farbgebung macht einen feinen Unterschied zur einer reinen schwarz-weiß Bebilderung. Dass das der Gemeinde eine Mehrinvestition wert war, hat sich gelohnt“, sagte Becker. Wie wertvoll es sei diesen Kulturschatz zu würdigen, betonte Andreas Schulz. „Als ich hier jung Bürgermeister war, habe ich kein Wort verstanden, heute verstehe ich alles, was ich verstehen will, aber das Sprechen ist mir einfach nicht möglich“, so der Verwaltungschef und gab damit zu verstehen, dass Platt nur richtig gesprochen werden kann, wenn man es von Kindesbeinen an gelernt habt. Schon zum Pressetermin wurde das Buch zahlreich verkauft, ein Zeichen, dass es den Anwesenden gefiel. Zu erwerben ist es ab sofort in der Gemeindeverwaltung, in jedem Bürgerbüro und im GrundTreff für 10 Euro.

 

Foto: Ein Teil der Erzählcafé Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur Vorstellung des Buches „Mer schwätze platt“, das nach der gleichnamigen Veranstaltung im GrundTreff benannt wurde. 



Rund 134 Kilometer an 5 Tagen zu Fuß zurückgelegt

„Wir sagen Danke Boxen" an rund 50 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer übergeben

„Eine tolle Überraschung,“ – so lautete das einheitliche Fazit der Helferinnen und Helfer, die für die Generation 50plus in der Gemeinde Ebsdorfergrund tätig sind.

Bürgermeister Andreas Schulz hatte die Idee, den vielen Ehrenamtlichen mit einer „Wir sagen Danke—Box“  für ihr Engagement zu danken, denn das sonst so beliebte gemeinsame Frühstück konnte in diesem Jahr wegen Corona leider nicht stattfinden.

Überreicht wurde die mit regionalen Produkten aus dem Sortiment der Marktscheune gefüllte Box von Mario Euker, Extremsportler aus Wittelsberg, der zu diesem Zweck innerhalb von fünf Tagen eine Strecke von rund 134 km quer durch die Gemeinde und sogar bis nach Hermershausen zurücklegte.

Für jeden gelaufenen Kilometer erhält er von der Gemeinde und der Marktscheune Wittelsberg insgesamt 50 Cent, die er für einen guten Zweck, insbesondere für Kinderhilfswerke, einsetzen wird.

„Unser Bürgermeister hat immer so tolle Ideen“ oder „Das ist eine gelungene Aktion“- lauteten die Reaktionen der Beschenkten.

Die meisten von ihnen konnte Mario Euker persönlich antreffen. Bei manchen waren es auch die Ehepartner, Tochter oder Schwiegertochter.

Zwischen 5 und 6 Stunden pro Tag war er unterwegs und wurde von einigen der Helfer schon freudig erwartet, weil sie von der Aktion schon im Newsletter erfahren hatten.

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Helferinnen und Helfer kennenzulernen und ihnen das Geschenk abzuliefern,“ so Mario Euker.

„Ich hatte dadurch die Möglichkeit die Gemeinde und die Menschen kennenzulernen und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen im Supermarkt oder auf der Straße.

Zudem konnte der Sportler eine ordentliche Trainingswoche absolvieren, um fit für seinen geplanten Spendenlauf durch ganz Deutschland im Mai 2021 zu werden. Näheres dazu unter www.mariosherzlauf.de.

„Ich freue mich, dass die Aktion bei den Ehrenamtlichen so gut angekommen ist,“ sagt Bürgermeister Andreas Schulz und dankt Mario Euker und der Marktscheune für die Unterstützung bei diesem besonderen Dankeschön für die rund 50 Ehrenamtlichen in der Gemeinde.


Wir sagen Danke Box

Ein besonderes Geschenk in vielerlei Hinsicht

Rund 50 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen engagieren sich in der Gemeinde für die erfahrene Generation.  Sei es im GrundTreff, im Redaktionsteam der GrundWelt oder auch in den einzelnen Treffpunkten – ohne sie wären die Angebote nicht so vielfältig und abwechslungsreich.

Um dieses Engagement zu würdigen und um „Danke“ zu sagen, hatte die Gemeinde in den Vorjahren zu einem gemeinsamen Frühstück in gemütlicher Atmosphäre eingeladen. Aber in diesem Jahr ist alles anders… 

Um auch in 2020 Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen auszudrücken, hat sich Bürgermeister Andreas Schulz etwas ganz besonders Innovatives ausgedacht.

„Wir sagen Danke -Box“

„In Kooperation mit der Marktscheune Wittelsberg erhalten die engagierten Helferinnen und Helfer eine „Wir sagen Danke Box“ im Wert von 51 Euro, gefüllt mit nachhaltigen Produkten aus dem Sortiment der Marktscheune,“ erklärt Bürgermeister Andreas Schulz.

„Zuvor hatten wir schon eine ‚Wir bleiben Zuhause Box‘, die man online bestellen konnte, auf den Markt gebracht,“ sagt Katharina Marin von der Marktscheune in Wittelsberg, „und der Bürgermeister hatte die Idee, diese Box in eine „Wir sagen Danke Box“ für seine  ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer umzuwandeln.“ 

Doch damit nicht genug. Denn die Box wird jeder bzw. jedem einzelnen der Ehrenamtlichen persönlich übergeben – und zwar von Mario Euker aus Wittelsberg. Der Extremsportler wird innerhalb einer Woche die Helferinnen und Helfer, die in der ganzen Gemeinde verteilt sind, zu Fuß besuchen.

Aber was genau hat es eigentlich damit auf sich?   

Begegnung mit Mario Euker – „Runnig a heart thru Germay“

Wie der Zufall es wollte, traf Bürgermeister Andreas Schulz bei einem Termin in Ebsdorf auf Mario Euker, der den Bürgermeister kurzerhand ansprach, um ihm von seinem Projekt zu erzählen. 

Der sportbegeisterte Wittelsberger hat einen persönlichen Spendenlauf mit dem Namen „Runnig a heart thru Germany“ ins Leben gerufen. „Im Mai wollte ich eigentlich durch ganz Deutschland laufen,“ erklärt er. Aber aufgrund der derzeitigen Situation habe er das Ganze auf Mai 2021 verschieben müssen. Die von ihm geplante Strecke verläuft wie ein Herz und für jeden gelaufenen Kilometer möchte er 1 Euro für einen guten Zweck spenden wie z.B. die Kinderhospizstiftung  oder die Kinderkrebsstiftung und hofft, dass auch andere ihn unterstützen.  „Insgesamt werden es 2000 bis 2300 km sein,“ schätzt Mario Euker und geht davon aus, dass er zwischen 70 und 80 km pro Tag zurücklegen wird. Die Idee des Spendenlaufs fand bereits Unterstützer und so wurde Mario Eukers eigene Spende von Bekannten sogar vervierfacht. Auch Bürgermeister Andreas Schulz fand die Idee klasse und „engagierte“ den Extremsportler zur Überbringung der „Wir sagen Danke Box“. Jeweils zur Hälfte werden die dafür gelaufenen Kilometer von der Gemeinde und der Marktscheune mit 50 Cent unterstützt.

 Elfriede Staubitz bekommt als Erste die Box überreicht

Elfriede Staubitz ist eine der 50 Helferinnen der Gemeinde. Sie bekam am Freitag, dem 5. Juni als erste der ehrenamtlichen Helferinnen die „Wir sagen Danke Box“ überreicht. „Ich freue mich sehr,“ sagte die 83-jährige Wittelsbergerin, die sehr aktiv ist, wenn es um die Arbeit im GrundTreff geht.  Nach dem Motto „Ich habe Hände, die müssen arbeiten,“ organisiert sie eigenständig den Spielenachmittag im GrundTreff und packt auch sonst immer mit an, wenn sie gebraucht wird.

„Auf Elfriede kann ich mich immer verlassen,“ so die GrundTreff Geschäftsführerin Elke Siebler.      Und auch jetzt, wo der GrundTreff geschlossen ist, lässt Elfriede Staubitz es sich nicht nehmen, zu helfen, indem sie sich um die dortigen Pflanzen kümmert. „Es ist schon traurig, wenn man im GrundTreff ist und alles ist leer,“ bemerkte sie. Vor Corona waren es 600 Gäste im Monat, die das bunte Treiben in der Wittelsberger Begegnungsstätte genossen. Jetzt ist niemand da.

Das wird sich aber hoffentlich bald ändern, denn nach den Sommerferien wird der GrundTreff wieder seine Türen für die erfahrene Generation öffnen, - aber unter besonderen Hygienebedingungen.   „Ich finde, die jetzige Situation zeigt uns, wie gut wie er es hatten und wie schnell sich alles ändern kann,“ meinte Elfriede Staubitz und lobte vor allem den Bürgermeister, durch dessen Arbeit und Engagement der Ebsdorfergrund so hervorragend aufgestellt sei. „Wir sollten alles dafür tun, das Gute, das wir haben, zu erhalten, vor allem auch für die nachfolgenden Generationen,“ so die 83-Jährige abschließend. Besondere Aktionen wie diese, die auf Nachhaltigkeit und gegenseitige Unterstützung zu setzen, tragen sicherlich dazu bei.